Heute vor 85 Jahren kam der Sänger und Komponist in Klagenfurt, Österreich zur Welt.

Udo Jürgens in der Starparade

In den “Starparaden”, dessen Titel wir uns von der ehemaligen ZDF-Show mit Rainer Holbe geliehen haben, wollen wir “wachsende Porträts” entstehen lassen.

Drei Auftritte beim Grand Prix de la Chanson

Udo Jürgens gewinnt bei seinem dritten Anlauf am 5. März 1966 in Luxemburg  mit dem Lied “Merci, Chérie” den Grand Prix Eurovision de la Chanson für sein Heimatland Österreich.

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https://www.youtube.com/watch?v=frtCOHgMvc8

Häufig ist zu lesen, dass “Merci Cherie” der erste Hit von Udo Jürgens gewesen sei. Dem möchten wir an dieser Stelle einfach widersprechen, denn da waren schon ein paar wirklich tolle Songs in den 60er Jahren, die viel zu schön sind, um sie zu vergessen.

Udo Jürgens hatte zwar seit 1955 einen Schallplattenvertrag bei Polydor. Doch seine Schlager wurden meist auf dem Helidor-Label veröffentlicht, das Schallplatten günstiger anbot. So musste er wie viele andere Künstler auch, seine Karriere mit Cover-Songs beginnen wie z.B. “Der lachende Vagabund”.

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https://www.youtube.com/watch?v=bPHf9PRNMvw

Aufmerksam wurde sein späterer Manager Hans R. Beierlein auf Udo Jürgens durch seinen ersten eigenen Titel, der auf Polydor veröffentlicht wurde. “Jenny” wurde auch der erste kleine Hit. Der Name des Mädchens hat bekanntlich eine besondere Bedeutung im Leben von Udo Jürgens.

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https://www.youtube.com/watch?v=iF8M1FdnpTE

Der Journalist, Medienmanager und Musikverleger Hans R. Beierlein leitete unter anderem die deutsche Filiale des französischen Plattenlabels Vogue als er 1963 den österreichischen Sänger und Komponisten Udo Jürgens unter Vertrag nahm. Beide setzten sich ein gemeinsames Ziel, nämlich vom ersten gemeinsamen Projekt, einer Single, 25.000 Stück zu verkaufen. Dann würde es weitergehen. Zuvor hatte ihm Udo Jürgens ein Band mit eigenen Stücken vorgespielt, von dem vor allem der Song “Tausend Träume” den immer auf der Überholspur fahrenden Musikmanager überzeugte.

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https://www.youtube.com/watch?v=vPoV2VnD69o

Wir haben für euch noch eine besondere Begegnung von Udo Jürgens mit seinem ersten eigenen Hit auf Schallplatte. Seht selbst…

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https://www.youtube.com/watch?v=Dd6ii-8ZR14

“Tausend Träume” hatte bei der Show zu seinem 70. Geburtstag etwas bei Udo Jürgens bewegt.

Zurück zur Zusammenarbeit mit Herrn Beierlein. Um das Ziel zu erreichen, setzte Beierlein den Titel auf die B-Seite und wählte für die A-Seite die deutsche Version des aktuellen Elvis Presley-Hits “Kiss Me Quick”.

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https://www.youtube.com/watch?v=ryTzTKeouFQ

Zu dieser Zeit war es in den deutschen Verkaufs-Charts noch gegeben, dass die Original-Versionen eines Songs (Internationaler Hit und deutsche Original Version) zusammengefasst wurden. Mit Elvis Presley an der Seite war es garantiert, dass Hans R. Beierleins Schützling Udo Jürgens nun jedem schnell bekannt würde. Einen besseren Paten als Elvis gab es 1963 nicht. Und wer konnte es besser wissen als Hans R. Beierlein, der die Zeitschrift “Musikmarkt” 1959 mit der ersten deutschen Hitparade selbst gegründet hatte.

Die Single verkaufte sich nicht nur 25.000, sondern 75.000 mal und das frisch gestartete Team blieb für die nächsten Jahre zusammen. “Kiss Me Quick” kletterte bis auf Platz 3 in den deutschen Verkaufscharts.

Dem Manager gelang es auch, dass Udo Jürgens Österreich zwischen 1964 und 1966 drei Mal beim Grand Prix de la Chanson vertreten konnte. Sein Beitrag 1964 hieß “Warum nur, warum”. Es war ein sensationeller Song mit dem er den 6. Platz belegte und einen Radiohit in seiner Heimat landete. Es gab noch keine offiziellen Charts zu dieser Zeit in Österreich. Matt Monroe nahm den Song auf Englisch auf und schaffte es mit “Walk Away” sowohl in die britischen als auch in die US-Charts.

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https://www.youtube.com/watch?v=BNc-l5ledTA
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https://www.youtube.com/watch?v=kZ6Tp-nna9I

Auch 1965 fuhr Udo Jürgens für Österreich zum Grand Prix. In Neapel sang er “Sag ihr, ich lass sie grüßen” und erreichte Platz 4.

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https://www.youtube.com/watch?v=7wyx_Cl6SWA

Mit dem Siegertitel im Jahr drauf haben wir angefangen. Zwischen den beiden Grand Prix-Titeln lieferte Udo Jürgens einen großen Hit ab, der es bis auf Platz 4 in Deutschland schaffte. “Siebzehn Jahr, blondes Haar” konnte sich auch neben der großen Konkurrenz wie den Beatles oder den Rolling Stones in den Charts behaupten.

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https://www.youtube.com/watch?v=nyUidVhX0rw

Wir sind uns sicher, dass ihr viele dieser frühen Songs gekannt habt und euch niemand mehr “Merci Cherie” als den ersten Udo Jürgens-Hit verkaufen kann.

Hit auf Hit folgte auf den Grand Prix-Sieg und dann kam Udo ’70

Nach dem Grand Prix-Sieg im Jahr 1966 interessierte sich plötzlich die ganze Welt für die Kompositionen des Mannes aus Österreich. So wurde “Jenny” sowohl für den englischen Markt als auch für den französischen aufgenommen. Auch für Shirley Bassey fand man mit “Reach Out For The Stars” einen Hit im Repertoire von Udo Jürgens. Diesen Song hatte er bereits 1958 als “Wann kommt die Liebe” geschrieben und aufgenommen. Neu arrangiert wurde der erfolglose Schlager ein Hit für einen Weltstar.

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https://www.youtube.com/watch?v=pB8qW1J8wB4
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https://www.youtube.com/watch?v=XBrOtKGCtMA

Zu den Hits dieser Zeit zählte u.a. “Immer wieder geht die Sonne auf”. Diesen Text schrieb Schauspieler Thomas Hörbiger für Udo Jürgens.

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https://www.youtube.com/watch?v=txPq8l9EBSw

Für die Sängerin Alexandra, die ebenfalls bei Manager Hans R. Beierlein unter Vertrag war, schrieb Udo Jürgens das Chanson “Illusionen”. Natürlich gibt es auch eine Aufnahme vom Komponisten selbst.

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https://www.youtube.com/watch?v=XUgv3jlrRng
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https://www.youtube.com/watch?v=Y79YzzfZ-h8

Bei seinen Konzerten erwiesen sich seine Aufnahmen von “Cotton Fields” und “Mathilda” als besonders erfolgreich zu “Mathilda” findet ihr in unserem Archiv eine Song-Geschichte.

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https://www.youtube.com/watch?v=BnuK2f8Pc0U

1969 begeisterte Udo Jürgens mit “Es wird Nacht, Senorita”.

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https://www.youtube.com/watch?v=oBNntyjwwGY

Das Album “Udo ’70” wird gewiss noch einmal besonders behandelt werden. Der große Hit des Albums war “Anuschka”.

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https://www.youtube.com/watch?v=y3gigId8S7A

Die unvergessenen Hits der 70er Jahre

Eine langjährige Zusammenarbeit gab es zwischen Udo Jürgens und Joachim Heider. Der Komponist und Sänger, der in den 70er Jahren auch große Hits mit Christian Anders, Marianne Rosenberg und Peter Maffay feiern konnte, war als Produzent für unsterbliche Hits wie “Buenas Dias Argentina”, “Gefeuert”, “Der gekaufte Drachen” oder “Mit 66 Jahren” verantwortlich.

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https://www.youtube.com/watch?v=ozV52NNg6uM
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https://www.youtube.com/watch?v=NEiEU3aH5Bo
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https://www.youtube.com/watch?v=_BU1RbLJrRE

“Vielen Dank für die Blumen”, “Tante Emma”, “Mein Bruder ist Maler”, “Alles im Griff”, “Gaby wartet im Park”, Paris – einfach so nur zum Spaß” u.v.a. stammen ebenfalls aus dieser Zusammenarbeit.

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https://www.youtube.com/watch?v=Kf9wjRAac7M

Natürlich dürfen wir an dieser Stelle auch die ganz großen Schlager der 70er Jahre nicht vergessen wie “Aber bitte mit Sahne” und vor allem “Griechischer Wein”.

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https://www.youtube.com/watch?v=TjZRYc2GJ24
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https://www.youtube.com/watch?v=0EhBx-DCW7s

Die 80er und 90er Jahre

Themen die noch geschrieben werden müssen ist z.B. die Song-Geschichte von der populärsten deutschen B-Seite.

Die A-Seite der Single hieß übrigens “Das wünsch ich dir”. Die Single erschien in der Zeit als der deutsche Schlager scheinbar dem Ende zu ging.

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https://www.youtube.com/watch?v=Q3j0mRz5Mp0

Auch ein toller Song, aber kein großer Erfolg. Dafür fand die Rückseite viel Beachtung. Das alles zu einer Zeit als niemand mehr Schlager hören wollte.

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https://www.youtube.com/watch?v=Ok2TbrIvDMQ

Im 21. Jahrhundert

Zu den Höhepunkten im neuen Jahrhundert zählte die Neuaufnahme der Sportfreunde Stiller von “Ich war niemals in New York”. Die Jugend, die den Schlager für sich und ihre Partys wieder entdeckt hatte, machte den Song zu ihrer Party-Hymne.

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https://www.youtube.com/watch?v=aIxGkMJ1jGE

“Ich war noch niemals in New York” heißt auch das Musical mit vielen Hits des Sängers und Komponisten, das uns wahrscheinlich alle überleben wird.

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https://www.youtube.com/watch?v=10h763wQ5jI

Die letzte Zugabe

14 Tage vor seinem Tod, am 7. Dezember 2014 gab Udo Jürgens sein letztes Konzert im ausverkauften Hallenstadion in Zürich. Das war seine letzte Zugabe, die er wie in den 45 Jahren zuvor im Bademantel gab.

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https://www.youtube.com/watch?v=-IG2bX6Jq08

Dieser Beitrag wird zu jedem weiteren Anlass ergänzt und veröffentlicht.

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