Der Weg zum ESC

Vorwort:
Dieses Tagebuch dokumentiert wie 3 Musiker ihr Ziel verfolgen für Deutschland beim Eurovision Songcontest 2022 mit einem eigenen Song anzutreten, mit Hindernissen, die so nicht zu erwarten waren.


Personen:
Daniel Rothe Drums
David Knaack Gitarre
Frank Haas 18.02.1970 Text
Fredo Ferdian Bass
Petra Nodoph-Kansier 11.12.1964 Text, Backings
Rebecca Hintze Gesang, Text, Melodie
Roun Zieverink Klavier/Keyboard
Timmy Hemsen Gitarre
Rapper
Producer

Der Gedanke sich für den ESC zu bewerben schlummerte 2 Jahre in meinem Kopf, doch die Motivation endlich anzufangen und das Projekt zu starten, kam eigentlich zur Coronazeit.

Mittwoch, 10.02.2021:
Ich telefoniere mit meiner Freundin Beccah, die sich mit Kevin Dukes 2015 mit dem selbstgeschriebenen Song Follow The Track für den ESC beworben hatte. Leider scheiterten sie im Auswahlverfahren.
Da wir beide „unruhige Geister“ sind und Musik eine sehr große Bedeutung in unserem Leben spielt, erzählte ich ihr von meiner Idee. Sie war sofort Feuer und Flamme und sagte mir, dass sie jemanden kenne, der Musiker und Rapper ist und ein eigenes Home Studio besitzen würde. Sie holt ihn mit an Bord.

Beccah möchte zum ESC

Donnerstag, 11.02.2021:
Bei der Überlegung, wen man Kompetentes noch mit an Bord nehmen könne, fiel mir sofort „The Man“ Frank Haas ein. Wir spielten ca. 8 Jahre zusammen in einer Band. Ein wahrer Gitarrenvirtuose, der außerdem ein sehr großes Know-how in Sachen Musiktechnik hat. Die Euphorie war zurückhaltender als bei Beccah, aber er wollte sich das Ganze mal anhören, wie man sich das mit der Umsetzung und des Musikgenres vorstelle.

Frank und seine Gitarre

Freitag, 12.02.2021:
Beccah teilt mir mit, dass ihr Bekannter mit dabei ist. Da ich aus vergangenen Projekten mit Frank wusste, dass er eigene Tracks, bei denen er die Instrumente selbst eingespielt hatte, besitzt, frage ich ihn, ob er mal durchstöbern kann, ob etwas dabei ist, dass er gut findet und auch freigeben würde.
Es wird ein Skype Meeting für Sonntag, 14.02.2021 angesetzt.

Sonntag, 14.02.2021:
Mit Verzögerung (die Kinder wollen nicht schlafen und ein unerwarteter wichtiger Anruf) trifft man sich um 21:00 Uhr im Chat. Normalerweise gehe ich vor Mitternacht nicht ins Bett und schlafe vor 02:00 Uhr nicht ein, aber man ist seid Schließungen der Lokale nicht mehr in der Routine und ich merke, dass 21:00 Uhr immer mehr mein neues Mitternacht ist.
Die Leitungen stehen und man „beschnuppert“ sich und ziemlich schnell stellt sich heraus, dass die Musik- und Technikexperten, Frank und der Bekannte von Beccah, auf einer Wellenlänge sind. Kompetenz also am Start und die Chemie stimmt.
Ich erkläre, wie ich mir den Aufbau des Songs vorstelle und wo ich einen RAP Part im Song sehe. Es soll etwas Neues sein.

Ein Song gemischt mit den Genres Ballade/Rock/Rap. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich so etwas beim ESC noch nicht gehört.
Frank will einige Playbacks schicken, damit man sehen/hören kann, welches dafür geeignet ist und Beccah und ich werden uns an den Text machen.

Montag, 15.02.2021:
Playbacks, Songvorschläge und Ideen füllen die WhatsApp-Gruppe. Auf der Suche nach Harmonien, Melodien und weiteren Einflüssen für den Song fällt mir auf, dass hier keine Zeit verschwendet wird und 20 Jahre Altersunterschied in der Musik nichts ausmachen.

Dienstag, 16.02.2021:
Es wurde sich für ein Playback entschieden und der Bekannte von Beccah macht den Vorschlag, dass jeder für sich jetzt an dem Song arbeitet und man sich am Wochenende austauschen kann. Doch es sollte anders kommen.

Mittwoch, 17.02.2021:
Irgendwie sind alle so „angefixt“, dass der Austausch von Ideen nicht bis zum Wochenende warten kann. Ich schicke meine Textvorschläge zu Beccah, die daraufhin um 13:50 Uhr einen Gesangsvorschlag samt Playback und (wie sie es nennt) Quatschenglisch in die Gruppe stellt. Eine Form des Komponierens, um rauszufinden, welche Wörter u.a. vom Timing her passen würden. Ich bin erstaunt, was für ein Tempo vorgelegt wird.

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