Kelvin Jones – Jolene

Dieser Moment, wenn man einen Song als Kind immer und immer wieder gehört hat, ihn dann Jahre lang vergisst – und mit einem Mal merkt, wie sich das Stück wieder im Gehörgang zurückmeldet. Kelvin Jones hat genau das erlebt. Auf einmal war da wieder diese altbekannte Melodie. Und nachdem der 26-jährige 2021 mit dem Top-10-Airplay-Hit „Don’t Let Me Go“ (7,3 Millionen Streams) und „Pillow” (3,3 Millionen Streams) bereits zwei in Eigenregie produzierte Songs veröffentlicht hat, folgt mit „Jolene“ jetzt ein Cover des gleichnamigen Country-Klassikers von Dolly Parton.

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https://youtu.be/itpn75YHyZ8


Kelvin Jones gelingt es dabei gekonnt, dem Original ein zeitgemäßes Update zu verpassen, das den ursprünglichen Western-Vibe beibehält, aber einen mit energiegeladenen Beats und atmosphärischen Synthesizern dennoch auf den Dancefloor zieht – und ein wichtiges Zeichen setzt.

„Als ich in Simbabwe aufwuchs, haben wir selten Lieder gehört, die nicht von dort kamen“, erinnert sich Kelvin Jones. „Wenn, dann liefen nur die ganz großen Hits – und ‚Jolene‘ war einer davon.“ Kein Wunder: „Jolene“ von Dolly Parton gilt bis heute als erfolgreichster Song der 75-jährigen Sängerin aus den Südstaaten der USA. Aber den Song einfach nur ins Jetzt zu übertragen, wäre zu einfach. „Ein Cover muss für mich immer etwas Besonderes haben“, erklärt Kelvin Jones. Also wechselte er kurzerhand die Perspektive: Denn während Dolly Parton im Original eine gewisse Jolene anfleht, ihr nicht den Mann wegzunehmen, ist es in der Version von Kelvin der Mann selbst, der Jolene um diesen Gefallen bittet.

Apropos Gefallen: Nach der Fertigstellung des Songs schrieb Kelvin Jones Dolly Parton einen Brief, in dem er ihr seine Sicht auf den Song erklärte und um eine Zustimmung für seine Text-Bearbeitung von „Jolene“ bat. „Sie war sofort einverstanden und liebt meine Version“, freut sich Kelvin Jones, der mit seinem Cover außerdem ein wichtiges Zeichen setzt: Wie schon Lil Nas X covert er als PoC und Pop-Künstler einen Country-Song und demonstriert so Diversität: Denn es gibt keine Grenzen – schon gar nicht in der Musik.

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