Freddie Mercury mit “Living On My Own” in den Song-Geschichten 227

Erinnerungen an Freddie Mercury zum Artikel über das “Freddie Mercury Tribute Concert” in London am 20. April 1992.

Freddie Mercury – Living On My Own

14. August 1993, “Living On My Own” steht auf Platz 1 in England
5. September 1946, Freddie Mercury kommt in Sansibar-Stadt, Sultanat Sansibar, heute Tansania, zur Welt.
24. November 1991, der Todestag von Freddie Mercury

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https://www.youtube.com/watch?v=o-urnGgFs4k

Ab dem 23. November 1991 überschlugen sich die Nachrichten um Freddie Mercury. An diesem Tag ließ er die Welt in einer schriftlichen Erklärung wissen, dass er an AIDS erkrankt sei. Am darauf folgenden Tag spitzte sich der Gesundheitszustand zu, denn er war bereits am Morgen in ein Koma gefallen, aus dem er nie wieder erwachte. Das Herz des Sängers der Band Queen hörte am selben Abend auf zu schlagen.

Trotz aller Gerüchte, die seit geraumer Zeit kursierten, traf die Nachricht vom Tod des Sänger die Musikwelt wie ein Schlag. Es war wie beim Tod von Elvis Presley oder John Lennon, für einen Moment blieb die Musikwelt einfach stehen. Weitere Nachrichten wie seine Beerdigung wurden nur noch zur Kenntnis genommen. In diesen Tagen hörte man einfach die Musik von Queen, die seit Anfang der 70er einen festen Platz mit gigantischen Werken wie „Bohemian Rhapsody“, Partymusik wie „We Are The Champions“ oder „We Will Rock You“, wunderschönen Balladen wie “Love Of My Life” oder auch banalen Popstücken wie „Radio Gaga“, gefunden hatte. Jeder ihrer Titel hob sich angenehm von der Masse ab.

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https://www.youtube.com/watch?v=-tJYN-eG1zk

Natürlich wurden auch die Solo-Stücke wie „Barcelona“, das Meisterwerk mit Montserrat Caballe zur Eröffnung der Olympischen Spiele in der spanischen Metropole oder die Songs von seinem 1985er Solo-Album „Mr. Bad Guy“ erfolgreich. Kann man den vielen Aussagen von Freunden und Bekannten des verstorbenen Sängers glauben, so hat er bereits 1984 von der Infektion durch den AIDS-Virus erfahren. Das würde bedeuten, dass Freddie Mercury seine ersten Gedanken in diesem Solo-Album verarbeitet hat.

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https://www.youtube.com/watch?v=Y1fiOJDXA-E

Die erste Auskopplung „I Was Born To Love You“ wurde mehr als nur ein Achtungserfolg, schließlich klang der Song auch sehr nach einem Queen-Song. Die zweite Auskopplung „Living On My Own“ allerdings war zum Zeitpunkt des Erscheinens schwer mit der Philosophie der Band zu vereinbaren. Schließlich waren sie eher die Champions und hatten keine Schwierigkeit damit, stets aufzufallen. Nun kam Freddie Mercury mit einem Song voller Einsamkeit, der einfach nicht in die schillernde Welt der Band passte. Kein Wunder, dass die Single sich nicht verkaufte und der Song auch auf dem Album nicht sonderlich aufgefallen war.

Möglicherweise waren es wirklich die No More Brothers aus Belgien, die sich der Bedeutung des Songs nach dem Tod bewusst wurden. In jedem Falle haben sich die belgischen Produzenten daran gemacht, dem Song einen neuen Mix zu verpassen, der von den treuen Fans sofort voller Glück aufgenommen wurde. Mit acht Jahren Verspätung kam „Living On My Own“ zu den Hitparaden-Ehren, die der Song ganz gewiss auch schon zu Lebzeiten erfahren hätte, wenn die Fans über seinen Gesundheitszustand in Kenntnis gesetzt worden wären.

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https://www.youtube.com/watch?v=DedaEVIbTkY

In jedem Falle schaffte es der Remix des Songs auf Platz 1 der britischen Charts und zum ersten Male eroberte Freddie Mercury die Tanzflächen der Diskotheken mit seiner Musik. Es war ein Geschenk für die Fans des Sängers, denn die neue Version war wie ein Gruß „Made in Heaven“.

Auch „Made In Heaven“ befand sich auf dem Solo-Album. Es sollte ursprünglich auch der Titelsong des Albums werden. Doch kurz vor dem Erscheinen haben sich Freddie Mercury und seine Berater dann doch für „Mr. Bad Guy“ entschieden. Ganz gewiss hätte es dem Paradiesvogel Freddie Mercury gefallen, dass ganz Europa 1993 nach seiner Musik, nach seiner Hymne an die Einsamkeit, in Massen auf die Tanzflächen gestürmt ist, um zu feiern. So ausgelassen wurde auch nie zuvor und nie wieder nach einem Song voller Angst und Einsamkeit gefeiert. Bei dem Gedränge auf den Dancefloors war Einsamkeit auch wirklich kein Thema.

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