Die Bee Gees mit “Night Fever” in den Song-Geschichten 82

Zum Kinostart des Films “Saturday Night Fevers” am 14. Dezember 1977 erzählen wir die Geschichte des Films und des Hits

Bee Gees – Night Fever

4. Januar 2016, der Todestag von Robert Stigwood, dem “Vater von ,Saturday Night Fever'”
16. April 1934, Robert Stigwood kommt in Adelaide, Australien zur Welt.
1. September 1946, Barry kommt in Douglas auf der Isle Of Man, England, zur Welt.
14. Dezember 1977, “Saturday Night Fever” mit John Travolta in der Hauptrolle startet in den Kinos.
22. Dezember 1949, die Zwillinge Maurice und Robin Gibb erblicken das Licht der Welt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=-ihs-vT9T3Q

Der Manager der Bee Gees Robert Stigwood war von einem Artikel in der Zeitung, bei dem es um „Die Rituale der neuen Samstagnacht“ ging, so fasziniert, dass in ihm sofort eine Idee geboren ist. Mit dieser Idee beschäftigte er sich ihn in den nächsten Wochen, nein sogar Jahren. Sie sollte ihn noch bis zum Ende seines Lebens nicht mehr loslassen.

Den in Australien aufgewachsene Robert Stigwood zog es Ende der 50er Jahre nach England, denn dort hatte der Rock’n’Roll Einzug gehalten. Er war Anfang Zwanzig und wollte Teil dieser Bewegung sein. Und da es ihm in die Wiege gelegt war, etwas, das er sich in den Kopf gesetzt hatte, auch umzusetzen, war er wenig später in London.

Dort fand er schnell einen Job bei dem Promoter Joe Meek. Seine Aufgabe wurde es, den Sänger John Leyton zu puschen. Das tat er mit großem Erfolg. Johnny Leyton schaffte es gleich mit seiner ersten Single “Johnny Remember Me” auf Platz 1 der britischen Charts. Schnell fand er zahlreiche neue Bekannte in der Branche, zu denen auch Brian Epstein, der spätere Manager der Beatles, gehörte. Irgendwie hing zu dieser Zeit in England alles zusammen: Ein großer Haufen Musikverrückter schaffte es, unterstützt von einigen genialen Musikern, Englands Musik in die Welt zu tragen.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=rBF6u_Qt-A0

So war es der Traum der Brüder Gibb, die diese Szene im fernen Australien beobachteten und mit „Spicks And Specks“ einen ersten Top-Hit in ihrer Heimat landen konnten, Robert Stigwood auf sich aufmerksam zu machen. Das gelang Barry und seinen beiden Zwillingsbrüdern Robin und Maurice und wenig später übernahm der Australier in England ihr Management. Es dauerte nicht einmal ein Jahr, dass die drei Brüder unterstützt vom Gitarristen Vince Melouny und Schlagzeuger Colin Peterson, als die Bee Gees eine der angesagtesten Bands in Europa wurde. Die Bee Gees lieferten Hits am Fließband wie “Massachussettes”, “World” oder “Words”.

Über zehn Jahre steuerte er schon die Erfolge der Band mit vielen Höhen und auch einigen Tiefpunkten. Robert Stingwood schaffte es, dass sich die Brüder nach einer kurzen Trennung wieder vereinten und als es in Europa stiller um sie wurde, ihren Erfolg in den Vereinigten Staaten zu forcieren. Was ihm auch mit Bravour gelang: die erste Single „You Should Be Dancing“, die auf den amerikanischen Markt zielte, wurde sofort eine Nummer Eins in den USA.

Genau dieses Lied diente auch als Basis bei der Umsetzung des Zeitungsartikels, von dem zu Anfang die Rede war, in einen Film. Jetzt galt es „Die Rituale der neuen Samstagnacht“ zu kreieren. Bei den Tanzproben wurde dieser Hit immer und immer wieder eingesetzt, um aus dem damals unbekannten Schauspieler John Travolta, einen Spitzentänzer zu formen. Und als der Film langsam Form annahm, fragte Robert Stigwood seine Schützlinge Barry, Robin und Maurice Gibb, ob sie nicht noch mehr Material für diesen Film hätten, die ähnlich gut tanzbar wären und zum Tanztraining zu gebrauchen sind.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=d6yJueVM278

Die Bee Gees mixten ein Tape mit “Staying Alive”, “How Deep is Your Love?”, “Night Fever”, “More Than a Woman” und “If I Can’t Have You”, dazu nahmen sie noch die bereits bekannten “Jive Talkin” und “You Should Be Dancing” auf das Band auf. Die Basis für den Film „Saturday Night Fever“ war gegeben. „Die Rituale der neuen Samstagnacht“ sollten sich mit dem Erscheinen des Films und des Soundracks gravierend ändern. Die Welt tanzte nach der Musik der Bee Gees. Ende der 70er Jahre waren die Brüder Gibb die populärsten Musiker der Welt.

Als Robin Gibb in einem Interview gefragt wurde, warum der Film „Saturday Night Fever“ nicht nur „Night Fever“ hieß, erklärte er: „’Night Fever”, war bereits vor dem Film geschrieben, an einem Samstag. Deshalb schlugen wir Stig diesen Namen für seinen Lebenstraum und Film vor. Da spielte es dann auch keine Rolle, dass es sich im Film um das Fieber am Wochenende drehte.“

Am 18. März 1978 stürmte „Night Fever“ auf Platz 1 der UK-Charts und blieb dort für zwei Monate. Gleichzeitig war natürlich auch das Album „Saturday Night Fever“ auf dem Spitzenplatz zu finden. Und Tony Manero gespielt von dem jetzt perfekten Tänzer John Travolta wurde zum Idol der Jugend.

Die Idee von Manager Robert Stigwood war Realität und sie bestimmte zumindest für einen Sommer lang „Die Rituale der neuen Samstagnacht“. Für den Produzenten selbst wurde der Lebenstraum Wirklichkeit.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=op5FxEs1aR0

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.