Stars der 90er: Spice Girls

Sie waren die erfolgreichste Girl-Group aller Zeiten, Vorbilder für Mädchen und junge Frauen und mischten in den 90er Jahren die Musikwelt ordentlich auf. Die Rede ist von den Spice Girls. Aus den frechen Mädchen von damals sind schöne Frauen geworden, von denen jede ihren ganz eigenen Weg eingeschlagen hat.

Unvergessen: Die Spice Girls

Wir schwelgen in Erinnerungen an die Erfolgsgeschichte und die Songs der legendären Girl-Band und gehen der Frage nach, was die Spice Girls heute so treiben und was es mit den neusten Comeback-Plänen auf sich hat.

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Die Erfolgsgeschichte der Spice Girls

Gegründet wurden die Spice Girls, die später zur wohl erfolgreichsten Girl-Band der Welt wurden, im Jahr 1994. Wie es dazu kam? In der Zeitschrift „The Stage“ gab es ein Inserat von Bob Herbert und seinem Sohn Chris, den Betreibern der Firma „Heart Management“. Sie wollten eine Girl-Group gründen und suchten nach potenziellen Kandidatinnen. Aus den 600 Bewerbungen wählten sie 300 junge Frauen aus. Diese wurden dann am 4. März 1994 zu einem Casting nach London ins Dance Works Studio eingeladen.

Die Girl-Group, die daraus entstand, hieß zunächst „Touch“ und bestand aus Geri Halliwell, Victoria Adams, Melanie Brown, Lianne Morgan und Michelle Stephenson. Aufgrund ihres Alters wurde Lianne aber bereits einen Monat später gegen die drei Jahre jüngere Melanie Chisholm ausgetauscht.

Umstrukturierungen

Während die Band an Demos und Tanzroutinen arbeitete, stellte sich außerdem heraus, dass Michelle nicht so richtig in die Gruppe passte und nicht mit der Energie der anderen vier mithalten konnte. Als Ersatz konnte die damals 18-jährige Emma Bunton überzeugen, die ab Juli 1994 zu den Spice Girls gehörte.

Schlussendlich bestand die Girl-Band dann aus diesen fünf Sängerinnen:

  • Geraldine „Geri“ Estelle Halliwell (später Horner)
  • Victoria Caroline Adams (später Beckham)
  • Melanie „Mel B“ Janine Brown
  • Melanie „Mel C“ Jayne Chisholm
  • Emma Lee Bunton

Nach einigen Monaten beendete die Band ihre Zusammenarbeit mit „Heart Management“, weil sie dort ihre Visionen und Ideen nicht verwirklichen konnten. Um die Kontrolle über ihre bisherige Arbeit zu behalten, stahlen die jungen Frauen die Aufnahmen. Ihr neuer Manager wurde Simon Fuller, und zwar im März 1995. Im September des gleichen Jahres unterzeichneten die Spice Girls einen Plattenvertrag mit Virgin Records.

Musikalischer Durchbruch

Von da an bis zum Sommer 1996 schrieben und nahmen die Sängerinnen Songs für ihr Debüt-Album auf. Am 8. Juli 1996 veröffentlichten sie ihre Debüt-Single „Wannabe“, die zum weltweiten Hit wurde und in über 30 Ländern auf Platz 1 der Charts landete – auch in Deutschland. „Wannabe“ ist noch heute die am häufigsten verkaufte Single einer Girl-Band und die sich am schnellsten verkaufenden Debüt-Single.

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https://youtu.be/gJLIiF15wjQ


Im November 1996 kam schließlich das Debüt-Album „Spice“ auf den Markt – ebenfalls ein überragender und beispielloser Erfolg. Man stellte sogar Vergleiche zu den Beatles an und – analog zur „Beatlemania“ – war die Rede von „Spicemania“. Tatsächlich war die Girl-Group der sich am schnellsten verkaufende Act seit den Beatles. Insgesamt wurde das erste Album der Spice Girls mit 23 Millionen verkauften Platten ein weltweiter Erfolg. Daran anknüpfend, veröffentlichten sie mit „Say You’ll Be There“ und „2 Become 1“ ihre nächsten Singles. Dadurch konnte die Gruppe ihren Ruf als größter Pop-Act festigen.

Das zweite Album „Spiceworld“ folgte im November 1997 und damit ein erneuter weltweiter Verkaufs-Hit. Innerhalb von zwei Wochen wurden sieben Millionen Exemplare verkauft, was einen neuen Rekord aufstellte.

Filmprojekt

Auch vor der Leinwand machten die Spice Girls nicht Halt. Im Juni 1997 starteten die Dreharbeiten zu ihrem Film-Debüt „Spice World – Der Film“. Es sollte das gleichnamige zweite Album begleiten und war inhaltlich an den Beatles-Film „Yeah Yeah Yeah“ angelehnt.

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https://youtu.be/XbG8d7CM0IQ


Der Film war eine fröhliche Komödie, die den Geist der Spice Girls wiedergeben sollte. Zahlreiche Stars wie Elton John, Jennifer Saunders, Michael Barrymore und Meat Loaf hatten darin Gastauftritte.

Schon im Dezember 1997 wurde der Film veröffentlich und entwickelte sich zum Kassenschlager, der weltweit über 70 Millionen US-Dollar einspielte. Dennoch wurde der Film 1999 siebenmal für die Goldene Himbeere nominiert und die Spice Girls erhielten kollektiv die Auszeichnung in der Kategorie „Schlechteste Schauspielerin“.

Selbstmanagement

Am 7. November 1997 entließen die Spice Girls ihren Manager und Mentor Simon Fuller. Vor allem Geri und Mel B waren der Meinung, Fuller sei zu kontrollierend geworden und würde sie in ihrer persönlichen und künstlerischen Freiheit einschränken. Von da an managte sich die Gruppe selbst.

Jedes Mitglied übernahm dafür einen bestimmten Aufgabenbereich: Geri kümmerte sich um die Sponsorenverträge, Mel B war für die Tour-Kontrolle zuständig. Victoria übernahm die Verkaufspolitik und Mel C die Plattenfirma, Singles und Formate. Emma nahm sich dem Personal Ablaufprogramm und Wohltätigkeiten an. Später gründeten sie ihr eigenes Team, das sich um ihre geschäftlichen Angelegenheiten kümmerte.

Auszeichnungen

In ihrer Bandgeschichte haben die Spice Girls zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Darunter waren unter anderem:

1997

  • Bambi
  • Comet (Kategorie „Video International“ für „Wannabe“)
  • MTV Video Music Award (Kategorie „Best Dance Video“ für „Wannabe“)
  • MTV Europe Music Award (Kategorie „Best Group“)
  • World Music Award (Kategorie „Best Female“)
  • Goldene Europa (Kategorie „Pop International“)

1998

  • BRIT Award (Kategorie „Best Selling British Act Around The World“)
  • World Music Award (Kategorien „World Best Selling Group“ und „Best Selling British Act“)
  • MTV Europe Music Award (Kategorien „Best Group“ und „Best Pop Act“)

2000

  • BRIT Award (Kategorie „Outstanding Contribution To British Music“)

Tourneen

Die erste Tour der Spice Girls war „Girl Power! Live in Istanbul“ im Jahr 1997. Allerdings gaben sie gerade einmal zwei Konzerte in Istanbul. Vermutlich wurde diese Tour eher als Generalprobe genutzt.

Denn im Februar 1998 startete mit der „Spiceworld Tour“ die Welttournee der Girl-Band mit ausschließlich ausverkauften Konzerten, darunter auch drei in Deutschland. Teilweise waren die Karten innerhalb kürzester Zeit nach dem Verkaufsstart vergriffen.

Die vorerst letzte Konzerttournee war 1999 die „Christmas in Spiceworld Tour“, die acht ausverkaufte Shows im Londoner Earls Court und in der Manchester Evening News Arena umfasste.

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https://youtu.be/5JD6ejmlpa8


So kamen die Spice Girls zu ihren Spitznamen

Posh Spice, Scary Spice, Ginger Spice, Sporty Spice und Baby Spice – unter diesen Spitznamen waren die Band-Mitglieder der Spice Girls bekannt. Die Fans von damals können auch heute noch die Spitznamen aufzählen. Aber wie kam es eigentlich dazu und was hat es mit den Pseudonymen auf sich?

So entstanden die Spitznamen

So viel vorab: Die Spitznamen waren keine Eigenkreationen. Weder die Sängerinnen selbst noch ihre Plattenfirma hatten etwas damit zu tun. Das verriet Mel C unter anderem im Podcast „The Babble“ und lüftete im vergangenen Jahr 2020 das Geheimnis um die Pseudonyme der Bandmitglieder.

In den 90er Jahren war „Top Of The Pops“ eine berühmte Musikshow, zu der es auch ein gleichnamiges Magazin gab. Für das Cover der Teenie-Zeitschrift ließen sich die Macher Woche für Woche neue Albernheiten wie etwa Spaßnamen für die Stars und Sternchen einfallen. Unter anderem wurde die damals schon bekannten Britney Spears in einer Ausgabe zu „Brokkoli Spears“ umgewandelt. In einer anderen Woche im Jahr 1996 waren dann auch die Spice Girls dran. Sie waren zu der Zeit bereits als Girl-Band etabliert.

Das Magazin brachte eine Story über die Spice Girls heraus, in der sie jedes Band-Mitglied unterschiedlich benannte: Die stets sportlich gekleidete Mel C wurde zu „Sporty Spice“. Aus der durchgeknallten Mel B wurde „Scary Spice“. Emma Bunton, das jüngste Band-Mitglied, wurde als „Baby Spice“ bezeichnet. Geri Halliwell verdankt ihren roten Haaren den Beinamen „Ginger Spice“, während die elegant gekleidete Victoria Adams (später Beckham) als „Posh Spice“ in die Bandgeschichte einging.

Die Spitznamen blieben im Gedächtnis der Leser*innen hängen und so wurden sie vom Management und den Medien als Pseudonyme für die fünf Sängerinnen aufgegriffen.

Das bedeuten die Spitznamen

Den Assoziationen zwischen den Pseudonymen und den Sängerinnen nach lassen sich die Spitznamen der Spice Girls folgendermaßen übersetzen:

  • Sporty Spice: Die Sportliche
  • Scary Spice: Die Unheimliche
  • Baby Spice: Das Baby
  • Ginger Spice: Die Rothaarige
  • Posh Spice: Die Elegante

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Auflösung und erstes Comeback der Girl-Group

Die (erste) Auflösung der Spice Girls kam schleichend und bahnte sich im Grunde bereits 1998 an. Während der Welttournee verpasste Geri Halliwell die letzten beiden Konzerte in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Offiziell hatte ihr Fehlen gesundheitliche Gründe. Allerdings kursierten schnell Gerüchte, Geri habe sich von der Band distanziert und wolle die Gruppe verlassen.

Im Mai 1998, kurz vor dem Start der Tourneekonzerte in den USA, gab Geri Halliwell schließlich ihren Ausstieg bekannt. Als Grund nannte sie Differenzen innerhalb der Gruppe. Der Ausstieg erschütterte die Fans und machte international Schlagzeilen.

Victoria, Mel B, Mel C und Emma wollten aber als Band weitermachen und die Tour wie geplant fortsetzen. Andere Pläne wie ein Live-Album von der Welttournee wurden aufgrund Geris Ausstieg allerdings verworfen. Noch dazu verkaufte sich das dritte Album „Forever“, das im November 2000 auf den Markt kam, nur mäßig. Das Album erreichte lediglich einen Bruchteil des Erfolges seiner beiden Vorgänger.

Alles zusammen führt dann zum allmählichen Ende der Spice Girls: im Februar 2001 gaben die Sängerinnen bekannt, dass sie eine Bandpause einlegen würden, um sich auf ihre Solo-Karrieren zu konzentrieren. Eine offizielle Trennung der Spice Girls hat es aber nie gegeben.

Comeback 2007

Im Sommer 2007 wollten die Sängerinnen eine Reunion starten. So gab es sechs Jahre nach ihrer Trennung und zehn Jahre nach der ersten eine neue Welttournee, die sich über fünf Kontinente erstreckte. Da die Konzerte schnell ausverkauft waren, wurden einige Zusatztermine organisiert. Insgesamt spielten die Spice Girls 47 Konzerte. Das einzige Deutschlandkonzert fand am 20. Dezember 2007 in der Kölnarena in Köln statt.

Ein neues Album gab es allerdings nicht, lediglich ein Greatest-Hits-Album. Zudem hielt das Comeback nicht lange an: Nach dem Abschluss der Tour lösten sich die Spice Girls wieder auf. Dennoch erhielt die Girl-Band erneut einige Auszeichnungen:

  • 2007: The Sund – 3am Award (Kategorie „Best Comeback“)
  • 2008: Capital fm Award (Kategorie „Pop-Icon Award“)
  • 2008: Vodafone Live Music Award (Kategorie „Best Live Return“)
  • 2010: BRIT Award (Kategorie „BRITS Performance Of The Last 30 Years“ für „Wannabe“ und „Who Do You Think You Are“)
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https://youtu.be/9wfpXI5PKlw


Das machen die Spice Girls heute

Seit der Trennung der Spice Girls ist bei den fünf Damen eine Menge passiert. Jede von ihnen hat ihre ganz eigenen Wege und Ziele verfolgt – und die haben in zum Teil sehr unterschiedliche Richtungen geführt. Wie also ist es Posh, Ginger, Scary, Sporty und Baby Spice in all den Jahren ergangen und was machen sie heute?

Geri Halliwell – Ginger Spice

Geri Halliwell (48) startete nach ihrem Ausstieg bei den Spice Girls ihre Solo-Karriere und konnte noch einige Hits landen. Mit acht ihrer Singles war sie in den UK-Charts erfolgreich und erreichte sogar viermal Platz 1. Außerdem wurde sie viermal für den BRIT Award nominiert. Ihre Alben verkauften sich sehr gut und wurden mit Platin ausgezeichnet.

Doch mit der Zeit stockten die Verkäufe. Ab da geriet Geris musikalische Karriere gehörig ins Wanken: Eine geplante Tour wurde aufgrund zu wenig verkaufter Tickets wieder abgesagt. Auch Alben wurden erst angekündigt und dann wieder abgesagt.

Als im Mai 2006 ihre Tochter Bluebell Madonna (heute 14) geboren wurde, die aus einer recht kurzen Beziehung mit Drehbuchautor Sascha Gervasi stammt, hängte Geri ihre Solo-Karriere endgültig an den Nagel.

Dafür inspirierte sie die Mutterschaft zu ihrem nächsten Projekt: Seit 2007 brachte die Britin sechs Kinderbücher auf den Markt und wurde die erfolgreichste prominente Kinderbuchautorin. Geri ist zudem Botschafterin des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen und saß in der siebten Staffel von „Australia’s Got Talent“ (2013) in der Jury.

Im November 2014 verlobte sich Geri Halliwell mit Christian Horner (47), dem Teamchef von Red Bull Racing und im Mai 2015 gaben sich die beiden das Ja-Wort. Seitdem trägt Geri offiziell den Nachnamen Horner. Im Januar 2017 kam ihr Sohn Montague George Hector (heute 3) zur Welt, der Mamas roten Haarschopf geerbt hat.

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Victoria Beckham – Posh Spice

Victoria Beckham (47), die seit Juli 1999 mit dem Ex-Fußball-Star David Beckham (45) verheiratet ist, hat seit der Auflösung der Spice Girls eine steile Karriere hingelegt – allerdings abseits der Musikbühne.

Mit ihrem Mann führt sie eine Art Familienunternehmen. Die beiden haben vier gemeinsame Kinder: Die drei Söhne Brooklyn, Romeo und Cruz, die in den Jahren 1999, 2002 und 2005 das Licht der Welt erblickten, und Tochter Harper Seven, die 2011 geboren wurde.

Vor allem aber hat sich Victoria Beckham als Modedesignerin einen Namen gemacht: 2008 gründete sie in Großbritannien ihr Modelabel „Victoria Beckham“, das den persönlichen Stil des ehemaligen Spice Girls widerspiegelt: Figurbetonte Linien sowie zeitlose Schnitte, bei denen die weibliche Silhouette im Vordergrund steht. Das Sortiment ist aber nicht nur elegant, wie es typisch für „Posh Spice“ ist, sondern auch leger bis sportlich.

Für ihr Schaffen hat Victoria Beckham schon einige Auszeichnungen erhalten, unter anderem:

  • „Frau des Jahres“ (2007)
  • „Unternehmerin des Jahres“ (2007)
  • British Fashion Award für die „Beste Designermarke“

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Mel B – Scary Spice

Für Mel B (45) lief es seit den Spice Girls nicht ganz so rund: Im November 2000, fast zeitgleich mit „Forever“, dem dritten Album der Girl-Band, brachte sie als Solo-Künstlerin ihr Debüt-Album „Hot“ auf den Markt. Allerdings kamen ihre Solo-Werke beim Publikum nicht so gut an, auch ihr zweites Album „L.A. State of Mind“ nicht.

Daher wandte sich Mel B von ihrer Musikkarriere ab und widmete sich anderen Projekten, vor allem im Fernsehen. Sie moderierte neben ihrer eigenen Musiksendung auch andere Formate und saß in verschiedenen Casting-Shows in der Jury. Unter anderem neben Heidi Klum bei „America’s Got Talent“ – für sechs Staffeln von 2013 bis 2018. Sogar Schauspielluft konnte Melanie Brown schnuppern, denn sie spielte 2003 in dem Film „Burn It“ mit.

Privat hat sie durch diverse Beziehungen und Trennungen schon einige Aufs und Abs hinter sich: Im September 1998 heiratete Mel B den Tänzer Jimmy Gulzar. Die beiden bekamen im Februar 1999 ihre Tochter Phoenix Chi. Die Ehe wurde 2001 wieder geschieden. Aus einer kurzzeitigen Beziehung mit Schauspieler Eddie Murphy ging die zweite Tochter, Angel Iris hervor, die im April 2007 geboren wurde.

Im Juni 2007 gab Mel B dem Musikproduzenten Stephen Belafonte das Ja-Wort, mit dem sie im September 2011 ihre Tochter Madison bekam. Doch auch diese Ehe wollte nicht halten und wurde im Dezember 2017 geschieden. Insgesamt machte Melanie Brown nach dem Ende der Spice Girls wohl am meisten Wirbel um ihr Privatleben

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Mel C – Sporty Spice

Dank ihres Gesangstalents und ihrer Qualitäten als Songwriterin hat Melanie Chisholm (47) von allen Spice Girls die erfolgreichste Solo-Karriere im Musik-Business hingelegt: Seit ihrem Debüt-Album „Northern Star“ aus dem Jahr 1999 hat sie sieben weitere auf den Markt gebracht und landete Hits wie „Never Be The Same Again“, „I Turn To You“ und „First Day Of My Life“. Das bislang neuste und achte Album wurde 2020 veröffentlicht.

2012 war Melanie Chisholm Jurymitglied der britischen Castingshow „Superstar“. Außerdem spielte sie im Musical „Jesus Christ Superstar“ die Rolle der „Mary Magdalene“. Für diese Interpretation wurde sie mit dem „Whats On Stage Award 2013“ als „Beste Musicaldarstellerin“ ausgezeichnet. Auch in anderen Musicals übernahm sie Rollen. 2014 hängte sie ihre Karriere zugunsten der Familie an den Nagel.

Privat lief es lange Zeit nicht so gut: Viele Jahre hatte Mel C mit Depressionen und einer Essstörung zu kämpfen. Nach zehn Jahren (2002 bis 2012) zerbrach ihre Beziehung mit dem Bauunternehmer Thomas Starr. Ihre Tochter Scarlet kam im Februar 2009 zur Welt, um die sie sich gemeinsam kümmern. Mel C ist inzwischen wieder glücklich liiert.

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Emma Bunton – Baby Spice

Genau wie ihre ehemaligen Band-Kolleginnen hat Emma Bunton (45) eine musikalische Solo-Karriere gestartet. Mit ihrem Debüt-Album Solodebüt „A Girl Like Me“ landete sie den Hit „What Took You So Long?“. Trotzdem ließ ihre Plattenfirma sie bald wieder fallen. Mit einer neuen Plattenfirma und Simon Fuller, dem ehemaligen Manager der Spice Girls brachte sie ihr zweites Album „Free Me“ heraus. Mit „Life in Mono“ folgte ein drittes Album, das aber nicht erfolgreich war. Danach beendete Emma Bunton ihre Solo-Karriere.

Sie versuchte sich stattdessen als Schauspielerin im Film „Zoolander“ und als Jury-Mitglied in der Fernsehshow „Dancing on Ice“ und ist noch heute als Radio-Moderatorin bei „heart fm“ tätig. Seit 2011 verkauft sie Kindermode.

Mit ihrem langjährigen Freund, dem R&B-Sänger Jade Jones (42), mit dem sie seit 2004 zusammen ist, hat Emma zwei Söhne – Tate und Beau Lee. Sie wurden 2007 und 2011 geboren.

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Gibt es ein erneutes Comeback mit Jubiläumstour?

Über zehn Jahre nach der letzten Reunion taten sich Mel B, Mel C, Geri Horner und Emma Bunton zusammen, um 2019 wieder gemeinsam auf Tour zu gehen. Victoria Beckham wollte nicht dabei sein und schloss ein Comeback auf die Bühne für sich aus. Die ursprünglichen sechs Konzerte waren innerhalb von Minuten ausverkauft, weshalb einige Zusatzshows eingeschoben wurden. Die Tour umfasste insgesamt schließlich 13 Konzerte.

Welttournee 2021

Bei der Reunion-Tour 2019 sind die vier Sängerinnen nur in ihrer Heimat Großbritannien unterwegs gewesen. Für die geplante Jubiläumstour 2021 wollen die Spice Girls aber wieder größere Kreise ziehen und etwa auch in den USA auftreten. Mit der neuen Tournee wollen die Sängerinnen das 25-jährige Jubiläum der Erfolgssingle „Wannabe“ feiern.

Besondere Überraschung: Victoria Beckham, die sich für die Reunion-Tour ausgeklinkt hatte und auch bei der Jubiläumstour nicht dabei sein wollte, möchte nun doch mit ihren Band-Kolleginnen auf der Bühne stehen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Tour wie geplant stattfinden kann. Wie und ob es danach mit den Spice Girls weitergeht, bleibt abzuwarten.

Fotos: Instagram, Virgin Music
Text: Tina Pfeffer

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