Münchener Freiheit mit “Solang man Träume noch leben kann” in den Song-Geschichten 185

Zum Geburtstag von Schlagzeuger Henry Hatzke erzählen wir die Geschichte von der

Münchener Freiheit mit “Solang man Träume noch leben kann”

30. Juni 1952, Stefan Zauner kommt in Göttingen zur Welt.
27. August 1958, Bassist Michael Kunzi wird in Stuttgart geboren.
30. November 1955, der Schlagzeuger Henry Hatzke kommt in Edmonton, Provinz Alberta, Kanada, zur Welt.

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https://www.youtube.com/watch?v=FEPCA1Xtw9E

9.540.000 Treffer werden innerhalb von 0,5 Sekunden gefunden, wenn man „Solang man Träume noch leben kann“ bei Google eingibt. Da sind zunächst ca. 20, vielleicht auch 50 Seiten, die den Text des Hits der Münchener Freiheit zur Verfügung stellen, diverse Videos und damit in Verbindung eine unzählige Menge an Interpreten aus allen Musikrichtungen, die diesen Song in ihr Repertoire aufgenommen haben. Um nur einige zu nennen: Annett Louisan, Erkan Aki, Heinz-Rudolf Kunze, Adoro, Maybebop, Deborah Sasson und eine gehörige Anzahl an Chören, die sich dieser Hymne angenommen haben. Auch Blasmusikanten haben sich dem Song angenommen und klassische Orchester sowieso.

Der Grund, dass wir heute an diesen Song erinnern möchten, hat wenig mit Hitparaden zu tun, sondern einzig und allein den Grund, dass es der etwas andere Song der Band ist. Wie die meisten Hits der Band, die sich nach einem Café in der bayerischen Landeshaupt genannt hat, stammt auch „So lang man Träume noch leben kann“ aus der Feder der beiden Gründer der Band, eben Stefan Zauner und Aron Strobel.

Während der Neuen Deutschen Welle kam auch die Münchener Freiheit nach oben, konnte aber keinen wirklichen Hit landen. Es kam 1983 zu einigen Wechseln in der Gruppe, so dass mit Michael „Micha“ Kunzi (Bass und Gesang), Alexander „Alex“ Grünwald (Keyboard) und Rennard Henry „Rennie“ Hatzke (Schlagzeug) die Gruppe zusammen war, die von nun an ein fester Bestandteil der deutschen Musiklandschaft werden wollte und sollte. Während sich die Neue Deutsche Welle ganz langsam verabschiedete, nahm die Band aus München immer mehr Platz in den Charts und den Schallplattengeschäften für sich in Anspruch.

Das Besondere an den fünf Musikern war in erster Linie, dass sie keine Berührungsängste mit Schlagersängerinnen und -sängern hatten. In der durch die Neue Deutsche Welle wieder absolut gefragten ZDF-Hitparade traten sie ohne mit der Wimper zu zucken mit den doch eher ein wenig belächelten typischen Schlagerstars in einer Sendung auf. Nicht nur das, sie pflegten auch einen sympathischen Kontakt von den meistens schon seit einer kleinen Ewigkeit im Geschäft befindlichen Kollegen. Das war zu den großen Zeiten der Band so und hat sich bis heute nicht geändert: Es gibt wohl keine Musiksendung in der die Münchner Freiheit nicht schon zu Gast war.

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https://www.youtube.com/watch?v=UoEGhEpnjWY

Zurück ins Jahr 1983, da tauchte die neu formierte Band mit „Oh Baby“ zum ersten Mal in den deutschen Charts auf. „SOS“ und „Herzschlag ist der Takt“, die beiden folgenden Singles, schafften nicht den Sprung in die Charts, wurden aber von den Radiosendern mit häufigen Einsätzen bedacht. Und dann kam „Ohne dich“, der große Hit der Band, es folgten „Tausendmal du“, das besonders in den Tanzpalästen der Republik gefeiert wurde, „Es gibt kein nächstes Mal“ und „Herz aus Glas“. Alles Hits, die den Sprung in die deutschen Verkaufscharts schafften. Auch die Alben der Band verkauften sich mehr als gut. In dieser Phase war die Gruppe auch ständig auf Tour, schließlich gehörte sie jetzt zum Besten und Erfolgreichsten, was die deutsche Popmusik zu bieten hatte.

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https://www.youtube.com/watch?v=mnrfvm45uWk

1987 erschien dann der Song, der von vielen Kritikern, aber auch von vielen ihrer Fans als das Meisterstück der Band gesehen wird: Unser heutiger Song des Tages „Solang man Träume noch leben kann“. Dieses Meisterwerk hatte die Band u.a. in den legendären Abbey Road Studios aufgenommen, so dass viele sich sicher waren, dass der „Geist der Beatles“ bei dieser Aufnahme anwesend gewesen sein muss. Außerdem wurde die Aufnahmen mit dem London Symphony Orchestra noch in den Weryton Studios und den Far Studios produziert. Der Dirigent des Orchesters, Andrew Powel, stand den beiden Songschreibern auch bei den Arrangements zur Seite. Last but not least wirkten auch noch die Jackson Singers bei den Aufnahmen mit.

Die Album-Version des Songs befand sich mit einer Länge von 6:58 Minuten auch auf den Spuren der Beatles. Das Zusammenspiel von Orchester und Band war perfekt, so dass sich die Band auch überreden ließ, zusätzlich eine englische Version des Songs aufzunehmen. Viele Beteiligte waren sich sicher, dass dieser Song internationales Format besitzt.

Zumindest hat es die Plattenfirma versucht “Keeping The Dream Alive” mit Freiheit als weihnachtlichen Hit auf den Markt zu veröffentlichen.

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https://www.youtube.com/watch?v=_Y3SRAkq-eg

Zum internationalen Durchbruch ist es nicht gekommen, dafür gehört der Song bis heute zu den besonderen Songs, die in vielen verschiedenen Rundfunkstationen zum Repertoir gehören. „Solang man Träume noch leben kann“ ist eben nicht nur eine wunderschöne Titelzeile, sondern ein Meisterwerk.

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