Mitch Keller – Exklusiv-Interview

Nach seinem ersten Album „Einer dieser Tage“, mit dem der in Berlin lebende Sänger Mitch Keller mächtig Aufsehen erregt hat, hat er jetzt seit zweites Album „20.000 Teile“ an den Start gebracht.

Nicht aufzuhalten: Mitch Keller auf dem Weg nach oben

Über das neue Album spricht er mit uns ebenso wie über seine Jahre in Bremen sowie beste Erfahrungen mit Karaoke in seinen beiden Heimatstädten.

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https://www.youtube.com/watch?v=j6WJhFThOnc

 

 Gerade ist mit „20.000 Teile“ dein Album Nummer 2 herausgekommen. Du machst einen glücklichen Eindruck…

Mitch: Das bin ich auch! Musik und Text, alles stammt von mir. Auf meinem Debütalbum „Einer dieser Tage“ waren noch einige Stücke, die andere geschrieben haben. Gleich nachdem das erste Album erschienen war, habe ich weiter meine Geschichten gesammelt, Demos davon gemacht usw.

Als jetzt das neue Album „20.000 Teile“ anstand konnte ich aus dem Vollen schöpfen. Da hatte ich über 20 Songs zur Auswahl und es hat der eine oder andere meiner Titel es nicht aufs Album geschafft. Im Team haben wir die besten 13 ausgesucht.

Jetzt bin ich wirklich zufrieden mit dem Album. Das sind meine Erlebnisse, meine Erfahrungen, meine Song. Ich stehe voll hinter „20.000 Teile“.

 

 Das Album enthält mehrere Uptempo-Nummer wie die aktuelle Single „Das ist der Grund“, die garantiert jede Tanzfläche füllt, aber auch Reggae, Balladen und vor allem Geschichten, bei denen es Spaß macht zuzuhören. Ich würde sogar so weit gehen, dass es dir gelungen ist, mit dem Album Leute anzusprechen, die beim Wort Schlager immer noch die Nase rümpfen, weil es einfach tanzbare deutsche Popmusik ist.

Mitch: Das freut mich wirklich sehr. Wenn einer wie du, der sich mit Musik auskennt, so etwas sagt, dann macht es mich schon glücklich. Danke!

 

 Die Zahl der spannenden deutschen Musiker steigt, denn nach dem Abgang von Wolfgang Petry waren es nur Matthias Reim und auch Jürgen Drews, die eine gelungene Mischung aus Popmusik und Schlager produziert haben. Nun gehören Leute wie Ben Zucker, Eloy und eben Mitch Keller auch dazu.

Mitch: Mit dem Ben verbindet mich auch etwas. Wir leben beide in Berlin und wir geben demnächst ein gemeinsames Konzert in Torgelow. In der Stadthalle haben wir uns unter dem Motto „Männersache“ zusammengetan. Darauf freue ich mich schon sehr.

 

 Wie entsteht ein solches Projekt?

Mitch: Wir haben uns getroffen und da hat mich Ben angesprochen: „Du Mitch, wir kennen uns doch von früher aus dem Studio, wollen wir nicht einmal etwas zusammen machen?“

 

 Ihr habt den selben Produzenten?

Mitch: Das ist das Studio, in dem auch die Sachen von DSDS oder „The Voice“ aufgenommen werden. Da ist ein so großer Durchlauf, dass ich es gar nicht so wahrgenommen habe, den Ben bereits zu kennen. Aber es ist doch schön, wenn man von Künstlerkollegen wahrgenommen wird.

Die Sachen von Ben gefallen mir auch ausgesprochen gut und deshalb ist es einfach toll, dass wir jetzt etwas zusammen machen können. Es spricht auch für Ben, dass er bei dem Erfolg, den er aktuell hat, auch so eine Idee wie „Männersachen“ umsetzt. Die Gäste können sich auf einen tollen Abend freuen.

Unsere Alben kommen am selben Tag heraus. Gegen sein neues Album sehe ich keine Sonne, aber das hat er sich auch erarbeitet und somit verdient.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=vOY7blmm4Lg

 

 Verstecken brauchst du dich bestimmt nicht. Ihr habt beide Lücken gefunden, die gefüllt werden mussten. Ben ist bereits sehr erfolgreich, bei dir dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, dass der große Durchbruch gelingt. Den Vorteil, den du dann in jedem Falle besitzt ist, dass du zwei Alben vorweisen kannst, also auch bei Konzerten aus dem Vollen schöpfen kannst.

Mitch: Ich bin auch niemand, für den es nur zählt, der große Superstar zu sein. Ganz bestimmt bin ich nicht mehr drauf aus, über Nacht bekannt zu werden. Alles, was ich bis heute erreicht habe, habe ich mir kontinuierlich aufgebaut. So lange wie meine Fan-Base stetig wächst bin ich sehr zufrieden.

Das Zusammenleben mit meinen Fans hat schon ein Fundament, was beim Erfolg über Nacht nicht gegeben ist. So weiß ich, was ich an meinen Fans habe und sie können auch mich viel besser einschätzen.

 

 Hast du denn besondere Ziele?

Ich habe ein großes Ziel: Ich will Musik machen bis „sonstwann“. Vom Typ her bin ich auch nicht derjenige, der immer nur nach vorne guckt und sich ausmalt, was alles sein könnte. Ich sehe auch immer das, was ich schon geschafft habe.

Dafür bin ich auch schon zu lange in der Musik unterwegs, dass ich Situationen kenne wie „Nun bist du ganz nahe dran am großen Erfolg und dann klappt es doch wieder nicht!“

Also dieses euphorische „das wird so und so“ anderer Leute, das prallt heute einfach an mir ab. Wenn es kommt, dann kommt es. Dazu gehört auch eine Menge Glück. Egal wann es kommt oder auch nicht, kann ich immer sagen: Ich habe alles für diesen Erfolg gegeben.

 

 Ich hoffe, dass deine Fans dieses Interview lesen werden, dann werden sie schmusa kennenlernen. Da wir nun das erste Mal über dich schreiben, haben alle, die dich nicht kennen, das Recht darauf dich näher kennen zu lernen.

Mitch: Ich bin in Berlin geboren. Meine Eltern haben sich schon sehr früh scheiden lassen. Allerdings ohne großen Krach. Dann hatte sie jemanden aus Bremen kennengelernt und so sind wir nach Bremen gezogen und ich habe meine Kindheit in Bremen verbracht. Insgesamt habe ich 12 Jahre dort gelebt, dann hat mich die Musik zurück nach Berlin gezogen.

Meine Mutter und meine Geschwister leben auch jetzt noch in Bremen.

 

 Woher hast du deine Musikalität.

Mitch: Mein Vater war als Kind bei den Schöneberger Sängerknaben und hatte danach eine Band mit Hugo Egon Balder.

 

 Sprichst du von Birth Control?

Mitch: Nein, das war noch davor. Sie hießen The Earls. Dann hat mein Vater noch in einer anderen Band gespielt. Da hat er meine Mutter kennengelernt, sie war die Schwester vom Bassisten. Dann kamen die Kinder und mein Vater hat den Gemüseladen von seiner Mutter übernommen.

Hinten in diesem Laden stand aber immer noch sein Schlagzeug. Natürlich haben wir dann als Kinder dort immer mal ein bisschen rumgejammt. Das war aber für mich nichts besonderes. Wenn ich denn da im Laden war, dann war ich schon mit der Musik verbunden. Aber ich habe nie mit dem Gedanken gespielt. Jetzt musst du auch Musik machen.

 

 Dann war es aber für dich etwas Normales, in deiner Kindheit mit deinen Eltern gesungen zu haben. Wahrscheinlich weniger Schlager…

Mitch: Das war schon so, aber eben eher Beatles lastig. Aber mein Vater hatte damals auch wirklich einmal eine Single herausgebracht. Da bin ich mir nun nicht ganz sicher, aber ich glaube mit Tina Rainford. Das ist die Frau, die mit „Silver Bird“ in den 70er Jahre nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA einen Riesenhit landen konnte.

Ich habe die Single noch Zuhause und sehe sie jetzt direkt vor mir. Sie nannten sich Ernst & Erna und veralberten einen französischen Titel, der damals ganz weit oben in den deutschen Charts war. Aus „Tu T’en Vas“ hieß der Song und wurde bei den beiden zu „Ich hab’ Durst“. In dem Song ist mein Vater dann immer besoffener geworden.

Um nun aber das Wichtigste herauszukehren. Die deutsche Musik liegt bei mir also in den Wurzeln (Mitch lacht).

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https://www.youtube.com/watch?v=WS7BzOUPzMs

 

 Da es ja keine Ausbildung zum Schlagersänger gibt, muss es ja auch bei dir einen anderen Weg zur Musik gegeben haben.

Mitch: Da gab es ein besonderes Erlebnis in einem Spanienurlaub mit meinem Vater. In unserem Urlaubsort gab es eine Karaoke-Bar und mein Vater wollte natürlich sofort wissen, was ist das. Wir sind da rein und natürlich hat mein Vater da auch gleich gesungen. Er konnte es schließlich.

Dann hat er mich lange überredet, es doch auch einmal zu versuchen. Also habe ich mich mit „Yesterday“ von den Beatles versucht. Da bekam ich dann den ersten Applaus in meinem Leben. Da habe ich sofort begriffen, warum mein Vater so gerne Musik gemacht hat, und zu mir gesagt: „He, das ist ja wirklich ein schönes Gefühl, das sich gar nicht beschreiben lässt.“

Nach diesem Urlaub hat sich mein Vater dann umgehend eine Karaoke-Anlage gekauft. Das war damals noch richtig teuer. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine eine solche „Laser-Pioneer-Karaoke“-Platte hat zu dieser Zeit etwa 400 DM gekostet, also ein kleines Vermögen.

Wenig später kam meinem Vater dann die Idee, Karoke in einer Kneipe zu versuchen. Das war ein voller Erfolg und er arbeitete sich immer weiter hoch bis er dann im „Alt Berliner Biersalon“ jeden Donnerstag seinen Karaoke-Abend durchgeführt hat. Da bin ich natürlich sehr oft mit ihm hingegangen.

Überhaupt habe ich durch Karaoke so viel gelernt, dass es zu meiner liebsten Freizeitbeschäftigung wurde. Dennoch habe ich mein Berufsziel nicht aus den Augen verloren, denn ich wollte unbedingt Maschinenbau-Ingenieur werden und vorher eine Berufsausbildung abschließen.

Ich habe in Bremen auf der Lürssen-Werft Bootsbauer gelernt. Das war eine tolle Ausbildung und genau mein Ding. Nach der Ausbildung habe ich dann mein Fach-Abi gemacht, mit dem Ziel Ingenieur zu werden.

In der Freizeit sind wir dann immer in die Karaoke-Bars der Stadt gegangen.

 

 Ins „Little Ritz“ in Bremen (das ist die Karaoke-Bar in der zahlreiche Nachwuchs-Künstler zu dieser Zeit gesungen haben) in der Schwachhauser Heerstraße!

Mitch: Ganz genau! Das war mein Laden, da bin ich immer mit meinem Bruder hin. Wir waren dort wie eine kleine Familie.

 

 Dazu gehörte dann auch Sarah Connor!

Mitch: Ganz ehrlich, gerade die habe ich dort nicht kennengelernt. Dafür aber Corinna May und den jetzt auf Mallorca ziemlichen erfolgreichen Andy Bar.

Beim Berliner Karaoke-Abend meines Vaters habe ich dann eines Tages Peter Meisel kennengelernt. Das ist einer der erfolgreichsten Verleger überhaupt. Der hat dann zu mir gesagt: „Junge, du musst nach Berlin kommen. Ich kann sonst nichts für dich machen!“

So bin ich nach meiner Bundeswehrzeit zu meinem Vater nach Berlin gezogen. Um meinem Vater nicht auf der Tasche zu liegen, habe ich für eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet und war dort so eine Art Springer, der überall gearbeitet hat: Bei BMW als CNC-Fräser, in einem Motorradwerk und bin so irgendwann zu IBM gekommen und habe dort Geldautomaten und Kotoauszugsdrucker gebaut.

Parallel dazu habe ich auch eine erste Musikkarriere gestartet. Ich war sogar mehrfach zu Gast in der ZDF-Hitparade.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=gnX_bnsmQHg

 

 Unter welchem Namen bist du damals aufgetreten?

Mitch: Damals nannte ich mich Lucca. Trotzdem habe ich immer weiter Karaoke gesungen. Dann haben mich Neumi Neumann von der Gruppe Karat und Norbert Endlich, der Vater von Ella Endlich und Partner von Carmen Nebel, angesprochen und mir gesagt, dass sie mir einen Titel geschrieben hätten, den sie gern mit mir aufnehmen würden.

Einen Monat später war ich dann bei Uwe Hübner in der ZDF-Hitparade. 1997 wurde ich dann sogar mit auf Hitparaden-Tournee genommen und stand mit Drafi Deutscher, Kristina Bach usw. zusammen auf der Bühne. Vor allen Dingen hat es mir eingebracht, dass ich fortan immer wieder von vielen Künstlern angefragt wurde, die Chöre auf ihren Songs zu singen. Dann habe ich für Brunner & Brunner, die Paldauer, Kastelruther Spatzen und viele andere Demos produziert.

 

 Seit einiger Zeit bist du jetzt in der Schlager-Branche als Mitch Keller ein Begriff. Seit „Zuhause“, der sehr gelungenen deutschen Version von „First Day Of My Life“ geht es stetig berauf. Dein neues Album „20.000 Teile“ wird diesen Prozess fortsetzen. Beim Titelsong geht es um viel Herz…

Mitch: Meine Songs habe ich alle selbst einmal erlebt. Und natürlich kenne ich auch das Gefühl, das ich einfach so verlassen wurde. Dann ist man einfach so blind vor Liebe, dass man gar nicht merkt, dass die Partnerin sich möglicherweise gar nicht trennen will, sondern einen nur wachrütteln möchte. Vielleicht wollte sie nur einmal vernünftig mit einem reden. In diesem Augenblick fühlt man nur Schmerz und das Herz zerspringt in „20.000 Teile“.

 

 Erinnerst du dich noch wie der Song entstanden ist?

Mitch: Ich saß vorm Fernseher. Bei mir ist das so, ich bekomme so ab und zu so etwas wie Blitze. Auf einmal habe ich da etwas wie 1.000 Teile oder auch ähnlich gehört. Da hat es dann „Klick gemacht“! Wenn es mich dann packt, dann ist mir auch die Sendung egal. Dann kann ich nicht mehr weiter gucken. Ich habe nur zu meiner Frau gesagt: „Schatz, ich muss mal in mein Zimmer. Ich habe da eine Idee.“

Dann wurden aus den 1.000 Teilen schnell 20.000 und ich habe sofort gewusst, was ich schreiben muss. Das passiert mit ganz oft, dass ich Geistesblitze bekomme und dann fange ich an, zu schreiben. Zunächst meistens den Refrain, da kommt dann auch gleich eine Melodie. Also brauche ich keine drei Wochen, um einen Titel zu schreiben, sondern eher drei Stunden.

Wie oft habe ich mir vorgenommen, ich schreibt erst einmal nur Strophe, Bridge, Refrain und wenn es dann jemanden interessiert, dann kann ich den Song immer noch fertig schreiben. Das allerdings funktioniert bei mir nicht.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=9KoFgyT1Lc8

 

 In Verbindung mit dem Album hat „20.000 Teile“ noch eine weitere Bedeutung

Mitch: 20.000 Teile finde ich aber auch als Album-Titel sehr passend. Denn es gehören nicht nur ein paar Titel dazu, ein Album an den Start zu bringen. Alles in allem sind es bestimmt auch 20.000 kleine Details, die dann das Ganze ausmachen. Alle Leute, die dazu beitragen, dass dieses Album entsteht und auch wahrgenommen wird. Da habe ich doch fast noch den einfachsten Job.

Wenn ich heute Musik downloade, habe ich doch keine Vorstellung davon, was bis dahin alles passiert ist bevor so ein Lied überhaupt in einem Portal landet.

Besonders bei einem Album, das auch auf einer CD erscheint, ist es dann noch anders, noch viel umfangreicher. Mit diesem Album-Titel möchte ich auch einfach allen, die dazu beigetragen haben, dass dieses Album entstanden ist, und allen, die dabei behilflich sind, es in die Welt hinaus zu tragen, danke für ihre Hilfe sagen.

 

 

 Der Vorbote „Das ist der Grund“ wird doch bestimmt von den Fans bereits gefeiert?

Mitch: Am 10. Juni gehe ich mit „Das ist der Grund“ in den ZDF-Fernsehgarten und eine Woche später bin ich bei „Immer wieder Sonntag“.

Bei den Radios kommt das Lied nicht so gut an, aber bei Auftritten gehen die Leute so ab und ich bekomme ein so positives Feedback, das ist wirklich der Wahnsinn.

 

 Radios wollen unterhalten und müssen keine Tanzfläche füllen. Das ist schon seit ewigen Zeiten so. Die großen Petry Hits, viele Jürgen Drews-Songs sind im Radio kaum oder sogar gar nicht gelaufen. Es ist nicht gut ein zu große Euphorie im Radio aufzubauen. Da soll es nur ein flauschiger Klangteppich sein. „Das ist der Grund“ wird trotzdem ein Hit werden in den Tanzpalästen und überall wo gefeiert wird. Mit diesem Song machst du dich für alle Diskotheken noch interessanter. Für die Radios gibt es Songs wie „Wenn ich alt bin“. Der ist auch richtig flott und fröhlich, verführt aber nicht sofort alle, zu tanzen.

Mitch: Das ist auch ein Titel auf den ich oft angesprochen werde. In ihn habe das hineingepackt was mir im Leben wichtig ist. Ich bin Wassermann und will später nicht dem hinterher heulen, was ich hätte machen können. Sondern ich versuch es halt!

Wenn man dann hinfällt, dann steht man wieder auf. Anschließend macht man weiter oder was anderes. Das ist egal! Ich bin ein durch und durch positiver Mensch. Selbst aus den schlechtesten Erlebnissen, habe ich mir immer noch das Beste herausgezogen.

Natürlich bekommt man in dieser Branche auch immer wieder den Ratschlag „Du musst auch über Leichen gehen!“. Also ehrlich gesagt, ich krebse lieber mein ganzes Leben so rum und bin glücklich dabei, als dass ich auf Kosten anderer da irgendwie groß rauskommen möchte. Für mich zählt ein Wort genau so viel wie das Geschriebene.

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 Gab es auch einen bestimmten Augenblick, der dem Titel zum Leben verhalf?

Mitch: In den vergangenen Jahren hat ich oft erlebt, dass enge Freunde einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hatten. Sie haben Glück gehabt und leben noch. Aber zum Beispiel mein Produzent Matthias Roska, der übrigens auch Andreas Gabalier produziert, hatte so etwas wie einen Tumor im Kopf und musste sofort operiert werden. Diese Nachricht habe ich vor einem Jahr bei einem Auftritt bei „Immer wieder Sonntags“ erfahren. Das war so ein Schock, dass einem auf diese Art gesagt wird, das Leben kann so schnell vorbei sein.

Deshalb habe ich mir einfach vorgenommen, das Leben zu genießen. Das gelingt nicht immer, man kann diese Einstallung aber unterstützen. Ich lege zum Beispiel gerne einmal mein Telefon an die Seite, wenn ich zum Beispiel mit meinen Kindern spiele. Das ist für mich die Zeit, die ich einfach auch für mich intensiver nutzen möchte, nicht eben mal nebenbei. Das ist leicht gesagt, erfordert ein gewisses Maß an Disziplin. Aber es lohnt sich!

 

 Was sind die drei wichtigsten Dinge in deinem Leben?

Mitch: Meine Familie, die Musik und dass man gesund ist. Ich brauche nicht viel, um glücklich zu sein. Geld z.B. hat bei mir noch nie eine wichtige Rolle gespielt. Oft habe ich auch am Hungertuch geknabbert. Das ist wohl auch bei Künstlern so, aber es hat mich nicht gestört.

Du hast ein Familie mit der du glücklich bist, du bist gesund, also kann sich nur noch in Sachen Erfolg etwas bei der Musik tun.

Ich habe tolle Songs. Viele von ihnen haben auch großes Potential. Ich kann aber niemanden zwingen, meine Titel zu hören. Der Erfolg passiert oder passiert nicht. Für meinen Erfolg arbeite ich und möchte immer sagen können: Ich habe alles getan, damit ich so lange Musik machen kann wie es geht.

 

 Ein Titel könnte dich ziemlich schnell weiterbringen: „So ist der Sommer“!

Mitch: Das wird auch meine nächste Single. Mit dem wollen wir nicht bis zum nächsten Sommer warten. Er passt auch zur WM, zum Strand, zum Urlaub, wenn ich singe „2018 wird unser Sommer“.

 

 Dieser Titel hat wie dein ganzes Album riesiges Hit-Potential. Hast du bereits erste Live-Erfahrungen mit den neuen Songs gemacht?

Mitch: Es ist ein tolles Gefühl – das gilt für jeden meiner eigenen Songs – wenn meine Gedanken und Erlebnisse auf einer CD zu finden sind. Wenn dann bei Auftritten die Leute mitmachen und Gefühle zeigen, dann kann ich mein eigenes Gefühl gar nicht mehr ausdrücken. Es ist einfach nur schön.

 

 Dann freue dich auf das Gefühl, das du bestimmt diesen Sommer noch erleben darfst. Vielleicht treffen wir uns dann in diesem Sommer und stoßen auf den Erfolg deiner Songs an. Womit am besten?

Mitch: Mit einem Bier. Das schmeckt mir am besten!

 

Es passt zu dir. Der Erfolg hat dich noch nicht abheben lassen. Ich würde mich riesig freuen, wenn es mit diesem Treffen klappen sollte! Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir und wünsche dir mit dem neuen Album gigantische Erfolge!

Mitch Keller Live

15.06. Torgelow, Torgelower Festtage – Männersache
07.07. Döckingen, 4. Schlagernacht in Weiß
14.07. Berlin, Radio B2 Schlagerhammer Open Air
11.08. Berlin, Schlagerolymp

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