Lord Knud ist tot

Wie Berliner Zeitungen in ihren heutigen Ausgaben berichten, ist der ehemalige Radio-DJ Lord Knud bereits am 14. Juni im Alter von 76 Jahren gestorben. Der beliebte Berliner kam am 18. März 1944 als Knud Kuntze in Lissa/Wartheland (heute Polen) zur Welt.

Er gehörte zu der Gründungsformation der Berliner Beat-Band The Lords. Die großen Erfolge der Band durfte er nicht mehr erleben, da er sich bereits 1964 während einer Tour bei einem Autounfall so schwer verletzte, dass sein Bein amputiert werden musste.

So dürfte der Bass von Lord Knut auf der Debüt-Single “Hey Baby laß den andern” der Lords zu hören sein.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/XqIH0WiufXs


Auf der Rückseite der Single ist der Song “Tobacco Road” in einer deutschen Version zu hören.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/g-y5VKYXKWQ


Die Musik der 60er Jahre hatte ihn so sehr gepackt, dass er statt den Kopf in den Sand zu stecken, in Berliner Clubs aufzulegen. So gehörte er zu der Garde der frühen Berliner Diskjockeys, zu denen auch Jack White, Michael Holm u.a. zählten.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=e2lpCy7DmmE
Mit “I’m Your Guy” hat Lord Knut auch eine Solo-Single aufgenommen.

Natürlich verkehrten auch die Radiomacher dieser Zeit in diesen Clubs. Der Rias Berlin konnte den beliebten Nachtarbeiter für seinen Sender gewinnen. Von 1968 an gehörte er zum Team des legendären Senders. “Die Schlager der Woche” wurden zu seinem Markenzeichen. Er übernahm die beliebte Sendung, die seit 1946 auf dem Sender zu hören war, am 7. Oktober 1968. Er blieb Moderator bis zur 1916. Ausgabe am 27. September 1985.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/TjPy5VRkD1s
Lord Knud

Einige Folgen dieser legendären Radio-Show könnt ihr auf einer liebevollen Radio-Sammlung mit dem Namen Rias 1 im Netz finden.

Evergreens A Go Go - Lord Knud | Vinyl | Recordsale

Mit seinen oft heftigen Sprüchen gegen Erich Honecker und die Staatsführung der DDR, war er natürlich im Osten Berlins nicht weniger beliebt als im Westen.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.