Der Schauspieler Kida Khodr Ramadan, der durch seine Rolle als Ali „Toni“ Hamady in der Serie „4 Blocks“ endgültig zum Star wurde, hat seine Haftstrafe abgesessen und spielt endlich wieder die Rollen, die er am besten beherrscht: Die vor der Kamera. Heute feiert er seinen 49. Geburtstag.
Herzlichen Glückwunsch Kida Khodr Ramadan
Geboren am 8. Oktober 1976 in Beirut, Libanon, ist Kida Khodr Ramadan ein facettenreicher deutscher Schauspieler und Regisseur, der durch seine beeindruckenden Leistungen in Film und Fernsehen aufgefallen ist. Besonders bekannt wurde er für seine Rolle als Ali „Toni“ Hamady in der gefeierten Serie „4 Blocks“, für die er mit zahlreichen Auszeichnungen, einschließlich des Deutschen Fernsehpreises, geehrt wurde.
Der Schauspieler wuchs in einer Mhallami-Familie auf und erlebte die Herausforderungen des libanesischen Bürgerkriegs, was seine Familie dazu veranlasste, 1980 nach Deutschland zu flüchten. In West-Berlin fand die Familie zunächst Zuflucht in einem Asylbewerberheim im Bezirk Kreuzberg. Kida Khordr Ramadan, der die Schule ohne Abschluss verließ, fand in der Hip-Hop- und Breakdance-Szene seinen Ausdruck und begann, als Straßenkünstler aktiv zu werden.
Sein Weg in die Filmbranche wurde durch den deutsch-türkischen Regisseur Neco Çelik geebnet, mit dem er in einem Sommercamp in Kontakt kam. Çelik engagierte ihn für sein Filmprojekt „Alltag“, was den Beginn von Ramadans Schauspielkarriere markierte.
Nach seinem Debüt folgten zahlreiche Rollen in Filmen und Serien, darunter „Urban Guerillas“, „Kebab Connection“ und „Knallhart“. Sein Theaterdebüt gab er 2010 im Stück „Warten auf Adam“. Der Durchbruch kam 2017 mit der Rolle in „4 Blocks“, die ihm sowohl Kritikerlob als auch ein breites Publikum einbrachte.
Ramadan ist auch als Regisseur aktiv und feierte 2020 mit seiner ersten Solo-Regiearbeit „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ Premiere. Er zeigte damit sein künstlerisches Spektrum und Engagement in der Filmindustrie.
Neben seiner Karriere ist Ramadan als Familienvater von sechs Kindern bekannt. Er pflegt Hobbys wie Boule und ist mit anderen Schauspielern, darunter Frederick Lau, befreundet. Gemeinsam veröffentlichten sie 2018 das Buch „Zusammen sind wir Könige. Was Männer zu Freunden macht“.
Dennoch war Ramadans Leben nicht frei von Kontroversen. In den letzten Jahren sah er sich mit rechtlichen Problemen konfrontiert, die in einem Insolvenzverfahren und einer Freiheitsstrafe resultierten. Im Rahmen einer NDR-Dokumentation äußerte er sich über sein Verhalten am Set und kündigte an, sich in Therapie zu begeben. Vor wenigen Tagen war er zu Gast in der Talk-Show „Late Night Berlin“ und spricht über die Zeit im Knast.
Wie bereits oben erwähnt ist er nunmehr auf freiem Fuß und steht auch wieder vor der Kamera. Neben einer Rolle in der Serie „Crooks“ war er auch in der Serie „Test“ zu sehen. Dort spielte er nicht nur eine Hauptrolle (Keko), sondern schrieb auch (gemeinsam mit Jonas Hartmann, Christoph Gampl und Olivia Retzer) das Drehbuch und führte- zusammen mit Olivia Retzer – die Regie.
Kida Khodr Ramadan ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die sowohl in der Filmbranche als auch im persönlichen Leben mit Höhen und Tiefen konfrontiert war. Seine künstlerischen Beiträge und seine Fähigkeit zur Reflexion über eigene Fehler zeichnen ihn aus und machen ihn zu einem bemerkenswerten Teil der deutschen Schauspielszene. Alles Gute im neuen Lebensjahr.
