Jonathan Zelter – Exklusiv Interview

Sein “Ein Teil von meinem Herzen” ist eines der aktuell beliebtesten Hochzeitslieder

“Zusammen lachen und weinen”,

nennt er sein Ziel als Komponist. Mit seinem aktuellen Albm “Von Mannheim bis New York” ist es ihm geglückt. Im Gespräch mit Jonathan Zelter könnt ihr vieles über den sympathischen Singer-Songwriter erfahren.

Bevor es in ein Interview geht, stellt man ein junges Magzin wie schmusa.de erst einmal vor. Ihr bekommt davon wenig mit und wir versuchen nach einem Interview eine passende Einleitung zu finden. Da auch wir bei der Hitze schwächeln, haben wir ihn gefragt, ob er sich nicht kurz vorstellen möchte:

 

Jonathan Zelter:
Hey liebe Schmusa-Leser!
Ich bin der Jonathan, 23 Jahre alt und schreibe seit zehn Jahren eigene Songs & mach noch viel länger Musik. Mit 5 Jahren hab ich ein Akkordeon bekommen und kurze Zeit später stand ich auf den ersten Bühnen – von denen man mich bis heute auch nicht mehr runter bekommen hat 😉

2015 habe ich in Eigenregie mit meinem kleinem Team die Single „Ein Teil von meinem Herzen“ veröffentlicht. Wir hätten zu diesem Zeitpunkt wohl alle nicht damit gerechnet, dass wir bis heute über 3,6 Millionen YouTube Klicks allein für mein erstes Video sammeln würden. Das ist schon wirklich krass. Vor allem, dass ich mit meiner Band – meinen Freunden – mittlerweile auf so vielen Bühnen stehen darf und das Glück habe, sogar auf eigene Solo-Tour gehen zu können. Kurzgesagt: Ich bin gerade sehr happy  Bildergebnis für Smiley

 

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https://www.youtube.com/watch?v=AjKrzxz3ypg

 

In Niedersachsen hat man deinen neuen Titel „Von Mannheim bis New York“ bereits mehr als nur wahrgenommen. Du bist von Null auf die Eins in der „Top 15“ des NDR gegangen. In dem Lied geht es um eine Fernbeziehung. War es ein guter Einfall oder steckt eine wahre Begebenheit dahinter?

Jonathan Zelter: Darüber freu ich mich sehr! Bei Hörer Votings vorne mit dabei zu sein ist natürlich ein großes Lob für den eigenen Song – gerade weil es direkt von den Radiozuhörern kommt und nicht von einer Jury.

Von Mannheim bis New York beschreibt, dass örtliche Trennung, kein Grund dafür sein sollte, dass sich zwei Menschen aus den Augen verlieren. Egal wie viele Stunden und Kilometer zwischen einem liegen – es gibt Verbindungen im Leben, die selbst die größten räumlichen Distanzen überbrücken! Von Mannheim bis New York habe ich für meine beste Freundin geschrieben, die in New York lebt – wir haben zusammen die Schulbank gedrückt, gemeinsam Abitur gemacht und uns durch kleine & große Krisen des Lebens getragen.

Zusammen lachen & weinen – daran hat sich bis heute nichts geändert!

 

Erzählen deine Songs generell Geschichten aus deinem Leben?

Jonathan Zelter: Na klar. Aus meinem Leben, aus dem Leben anderer. Geprägt von Begegnungen, Erlebnissen, Erfahrungen, Sehnsüchte und Träume – aber auch Ängste und Zweifel. Ich setze mich ganz oft abends ans Klavier und lasse meinen Tag, meine Woche Review passieren – das ist mein „Tagebuch“.

Dann lass uns doch ein paar der aktuellen Stücke genauer unter die Lupe nehmen:

  • Titel 1 Der erste kleine Schritt

Jonathan Zelter: Den ersten kleinen Schritt zu gehen erfordert eine große Portion Mut. Nicht Morgen, nicht übermorgen, sondern genau JETZT ist der richtige Moment dafür: Das Leben ist zu kurz & die Zeit verfliegt viel zu schnell, um Träume und Ziele auf die lange Bank zu schieben. Egal ob es das erste Album, die erste Solo-Tour oder das erste Date nach einer gescheiterten Beziehung ist, das versöhnende Gespräch mit seinem Chef oder der alljährliche Städtemarathon – egal was es ist, Eins ist sicher: Zwischen jetzt und irgendwann liegt der erste kleine Schritt!

  • Titel 2 Kurz vor Kuss

Jonathan Zelter: Nicht ausgelebte Gelegenheiten, nicht riskierte Chancen, die zu etwas „Großem“ hätten werden können. Wer kennt das nicht!? Und vielleicht bereut man es dann irgendwann, dass man nicht ausprobiert hat, was „Kurz nach Kuss“ geschehen wäre…

  • Titel 3 Auszeit

Jonathan Zelter: Manchmal braucht man vom Alltag auch einfach mal eine Auszeit. Handy aus, wandern gehen, an einen See fahren oder in den Schwarzwald auf eine Hütte – so mach ich das. Es kann so befreiend sein, wenn das einzige präsente „Problem“ ist, nicht über eine Wurzel zu stolpern…

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https://youtu.be/klHwhW8KxFo

Zum Glück ist auch „Ein Teil von meinem Herzen“ dabei. Mit diesem Song hast du die Redaktion total begeistert. Gibt es auch da eine Geschichte?

Jonathan Zelter: Zur neuen Version von „Ein Teil von meinem Herzen“ gibt es natürlich eine Geschichte.

Für mich als Songwriter gibt es kein größeres Geschenk, als dass zwei Menschen ein Lied von mir zu einem Teil von ihrem Herzen und Leben machen, indem sie sich dazu die ewige Treue versprechen.

Wir bekamen und bekommen immer noch so viele Nachrichten mit wirklich sehr bewegenden, persönlichen Geschichten, dass es uns letztes Jahr ein großes Anliegen war etwas zurückzugeben. Also haben wir uns an einer tanzbaren neuen Version versucht: Erst im Studio, dann auf dem Parkett. Das Ergebnis: Ein Teil von meinem Herzen als langsamer (Hochzeits)Walzer.

Wenn ich all deine Geschichten betrachte, dann gehst du mit offenen Augen durch den Tag. Ist es dann für einen Singer-Songwriter wie dich besser bei Regen spazieren zu gehen, um einen bestimmten Grad an Melancholie zu erreichen, der dann neue Melodien in dir hervorsprudeln lässt?

Jonathan Zelter: Haha. Vielleicht sollte ich das öfter tun – im Regen spazieren, um Kreativblockaden wegzuspülen. Die gibt es natürlich manchmal auch. Es hilft tatsächlich sehr, wenn man mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht. Um eine Redewendung an dieser Stelle etwas abzuwandeln: Die Song-Ideen liegen auf der Straße.

Was ist denn grundsätzlich zuerst da: Die Melodie oder eine Textidee?

Jonathan Zelter: Bei mir in der Regel immer erst die Text-Idee. Ganz oft „die erste Zeile“ oder sogar schon die Zeile, die am Ende auch zum Namen des Liedes wird.

Auch die GEMA wurde schon auf dich aufmerksam und du wurdest im Sommer 2017 mit dem Europäischen Musikautorenstipendium gefördert und hattest die große Chance als einer von 10 Teilnehmern an der Celler Schule teilzunehmen. Was bedeutete dieses Stipendium für dich und was ist überhaupt die Celler Schule?

Jonathan Zelter: Das bedeutet mir unglaublich viel und das war für mich – ganz ehrlich – so etwas wie ein Ritterschlag, ja – ein Anschubser, frische Motivation für meinen weiteren Weg. Die 2 Wochen in der Celler Schule / Textdichter Masterclass – gehören definitiv zu den schönsten Wochen meines Lebens. Ich durfte sehr viel über mich, und für meine Texte lernen und mitnehmen – vor allem hab ich auch sehr lieb gewonnene kreative Köpfe „mit nach Hause genommen“, mit denen ich seitdem nicht nur befreundet bin, sondern auch seitdem zusammen schreibe. Um deine zweite Frage zu beantworten: Die Celler Schule ist eine Schule für Textdichter. Gefördert durch die GEMA-Stiftung, geleitet von Edith Jeske und Tobias Reitz.

Hattest du keine Angst davor, dass dir durch einen Schulbesuch die Kreativität genommen wird?

Jonathan Zelter: Ein bisschen schon. Eben, dass man dadurch vielleicht zu „handwerklich“ an das Thema Songwriting geht. Das war aber völliger Quatsch – das hab ich gleich am ersten Tag gemerkt. Ein so bunter, kreativer Haufen kann eben nur eines sein: Bereichernd.
Und am Ende nimmt jeder das mit, was einem persönlich am meisten liegt und weiterhilft.

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https://www.youtube.com/watch?v=SQ1cBHJ7yDw

Wenn man sich im Netz nach dir umsieht, stößt man automatisch irgendwann auf deine Aktion „Momente wie diese“. Eine wunderbare Idee, die dir das Glücksgefühl zurückgegeben hat, dass du dir bei der Entwicklung erhofft hast?

Jonathan Zelter: Das war eine wundervolle Aktion – zusammen mit der DHBW Mannheim.
30 Studenten haben zusammen mit ihren Dozenten & mir an dieser Idee gefeilt. Eine tolle Erfahrung & ein sehr bewegendes Ergebnis.
Menschen mit den eigenen Songs zu überraschen, die Geschichten der Zuhörer da draußen zu meinen Songs kennen zu lernen – das hat mich wirklich sehr erfüllt. Meine Band und ich denken immer wieder gerne an #momentewiediese zurück!

 

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https://www.youtube.com/watch?v=ko6dPWTi24U

Nun wagst du dich zum zweiten Mal auf Solo-Tournee. Ist es nicht ein großes Risiko, eine solche Club-Tour zu starten?

Jonathan Zelter: Das ist es. Gerade, wenn es erste die zweite Tour ist und man noch am Anfang steht. Aber auch hier hab ich mir letztes Jahr gedacht: Zwischen jetzt und irgendwann liegt der erste kleine Schritt & hab‘s mit der „Sei immer du selbst“-Tour einfach mal gewagt – uuund es hat geklappt! Bildergebnis für Smiley

Wie geht man eine solche Tour an? Hat man direkt einen Tourveranstalter, der alles für dich regelt oder steckt da auch eine Menge Eigeninitiative hinter?

Jonathan Zelter: Da steckt sehr viel Eigeninitiative dahinter. Am Anfang hat man noch keinen Tourneeveranstalter, der die komplette Tour bucht. Mein Management-Team, meine Band & ich haben unseren Tour-Plan in enger Zusammenarbeit mit lokalen Veranstaltern selber auf die Beine gestellt. Und ich find es immer wieder richtig fett, was man in kleiner Runde alles bewegen kann, wenn man Menschen um sich hat, die an einen glauben. Dafür bin ich echt sehr dankbar!

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https://www.youtube.com/watch?v=PPCYiYiiwzs

Auf was dürfen die Besucher deiner Konzerte sich freuen?

Jonathan Zelter: Bei der zweiten Tour hab ich den Luxus, dass ich mein Programm aus den Songs von zwei Alben zusammenstellen kann. Es gibt also nicht nur die Songs von der neuen Platte auf die Ohren sondern selbstverständlich auch die von Album Nr.1.

Und natürlich einen Künstler, der vielleicht schon in Kürze in großen Hallen auftreten wird, in einer sehr persönlichen Atmosphäre kennengelernt zu haben. Die Möglichkeit zu einem kurzen Gespräch und einem Selfie zu haben und eine signierte CD als Andenken mit nach Hause zu nehmen.

In deiner Biografie steht, du brachst einen Stift und ein Blatt Papier, dazu ein Klavier um deine Gedanken, Erfahrungen, Sehnsüchte und Träume in Töne und Worte zu verwandeln. Wenn ich dir jetzt nur Stift und Papier gebe, magst du auch „ohne Klavier“ einen kleinen Gruß an unsere Leser schicken?

Jonathan Zelter: Liebe Schmusa-Leser, schön, dass ihr es bis hier hin geschafft & unserem Interview eure Aufmerksamkeit geschenkt habt. Danke, dass ihr mich auf meiner Reise VON MANNHEIM BIS NEW YORK begleitet – und natürlich an dich, lieber Hanno! Das hat Spaß gemacht.

Wir haben zu danken und freuen uns, dich bald auch live zu erleben!

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