Exklusiv-Interview mit Marie Wegener

Dieses Interview haben wir kurze Zeit vor der Corona-Krise geführt. Wir wollten nicht, dass es aufgrund der besonderen Umstände keine Beachtung findet, denn viele von euch wissen, dass wir die DSDS-Siegerin bereits während ihrer Zeit bei DSDS mit zahlreichen Interviews begleitet haben und fest davon überzeugt sind, dass der sympathischen Sängerin mit der Ausnahmestimme eine große Karriere bevorsteht.

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https://www.youtube.com/watch?v=slSSMD71gRk

Da sich die Musikwelt gerade sehr langsam dreht, hat das Gespräch nichts an Aktualität verloren.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-1.jpeg Du hast gerade deine erste große Tournee mit dem Musical “Die Schöne und das Biest” hinter dich gebracht.

Marie Wegener: Das waren die anstrengendsten Wochen seit DSDS. Ich war wirklich auch ein wenig kaputt, rein körperlich. Und die Freude auf Zuhause, auf meine Familie und meine Freunde war riesig.

 

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-1.jpeg Waren es viele neue Erfahrungen, die du als Hauptdarstellerin in „Die Schöne und das Biest“ gemacht hast?

Marie Wegener: Natürlich! Es war für mich alles neu. Ein Musical zu spielen und dann auf Tournee zu gehen. Es war ja nicht die Disney-Version, sondern eine eigene. Das war aber nicht so wichtig, sondern Teil eines Teams zu sein, sich einzufügen. Weil es so viele neue Herausforderungen waren, war ich auch einfach reif für eine Pause.

 

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-1.jpegIch habe das Stück gesehen. Musikalisch war es auch schön und das Ensemble war wirklich stark besetzt. Es bietet dir nun eine weitere Alternative für deine Karriere.

Marie Wegener: Das stimmt. Musical ist nun noch einmal etwas anderes als Schlager oder Pop. Ich singe da sehr viel Kopfstimme. Das ist fast schon Oper. Du singst halt auch sehr viel miteinander, viele Duette. Dazu kommt auch das Schauspiel. Das war etwas, was ich zuvor noch nie gemacht habe. Ich habe nun einmal keine Ausbildung. Aber es war eine sehr schöner Erfahrung. Besonders schön war es, dass ich von allen sehr, sehr gut aufgenommen wurde.

Marie Wegener im Musical “Die Schöne und das Biest”

Für die Fotos bedanken wir uns herzlich bei Michael Noack

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Die Kritiken, die ich gelesen haben, waren durchgehend gut. Die hast du doch sich ausgesprochen gern gelesen.

Marie: Die Kritiken waren wirklich ausgesprochen positiv. Vor der Premiere war ich noch sehr skeptisch. Ich bin nun einmal keine Musical-Darstellerin. Es ist etwas ganz anderes und ich hatte wirklich Angst vor den Kritiken. Sie waren dann sehr sehr positiv und ich war ein wenig überrascht und gleichzeitig total happy darüber.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Vielleicht bist du auch einfach ein wenig zu selbstkritisch. Wenn jetzt sofort ein neues Angebot auf dich zu käme, würdest du sofort wieder zuschlagen oder müsstest du überlegen?

Marie: Überlegen sowieso. So einen Schritt würde ich nie spontan entscheiden. Aber ich habe bei der täglichen Arbeit auch gespürt, dass mein Herz für die Popmusik schlägt. Einfach ausgedrückt: Wenn ich als Marie auf der Bühne stehe, fühle ich mich doch etwas wohler.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Was steht denn nun nach der verdienten Pause zur Erholg an?

Marie: Ich gehe nun auch wieder ins Studio und singe neue Songs ein. Dabei fühle ich mich doch besser, es ist mir vertraut, da wollte ich immer hin.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Kannst du da schon etwas zu sagen?

Marie: Nein, bei der Arbeit im Studio entwickelt sich vieles. Da kann so vieles geschehen, dass es einfach verfrüht ist, darüber zu sprechen.

Man sieht Marie die Leidenschaft an, die sie im Studio lebt.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpegDu hast ein wahnsinniges Jahr hinter dir.

Marie: Das stimmt wohl. Ich war mit Andreas Gabalier zusammen auf Stadion-Tour. Das war einfach der Hammer. Mit einem wirklich tollen Team habe ich mein zweites Album veröffentlicht. Zu guter Letzt die Musical-Tour mit „Die Schöne und das Biest“. Das war wirklich ein aufregendes Jahr.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpegDarf ich ehrlich sein. Deine beiden ersten Alben waren voller Songs, bei denen du mit deiner Stimme überzeugen konntest. Es war aber noch kein Song dabei, der unbedingt ein Hit werden musste. Der große Hit mit einer großartigen Melodie wird noch kommen.

Marie: Es entstehen jetzt neue Songs. Die meisten davon habe ich geschrieben. Wir werden auch nicht gleich ein ganzes Album veröffentlichen, sondern mehrere Singles. Die Songs werden vom Stil her sehr viel mehr „ich sein“ als meine bisherigen.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpegWas kommt da auf uns zu? Jüngere Songs oder wunderschöne Balladen?

Marie: Surprise! Da darf man jetzt einfach noch nicht so viel zu sagen. Jünger, popiger, Balladen – das gehört alles dazu. Nur Balladen singen, das macht Sarah Connor ja auch nicht. Auf dem 2. Album waren mit „Danke“ oder „Deine Liebe bleibt für immer“ schon ein paar Songs, die ich toll und sehr emotional fand. Nicht zu vergesse “Ich bin Marie”.

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https://www.youtube.com/watch?v=IGVRiKyDRVY

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Es ist schon unglaublich, was sich in deiner Karriere getan hat. Vor zwei Jahren haben wir regelmäßig während deiner DSDS-Zeit miteinander gesprochen. Da schien dir das Abi bedeutend wichtiger als alles andere. Du hast es durchgezogen, zwei Alben veröffentlicht und nun beginnst du eigene Songs zu schreiben. Chapeau!

Marie: DSDS war zwar ein Teil von mir, aber ich wollte auch etwas in der Hand haben. Damals war ich in der 11. Klasse und ich hatte noch ein Jahr bis zum Abitur. Das war auch wirklich wichtiger. Ich liebe und ich lebe die Musik, aber es ist doch ein sehr hartes Business. Da ist es sehr gut, einen Schulabschluss zu besitzen. Da kann ich doch auch noch eine Ausbildung beginnen oder studieren.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpegDu willst doch nicht mit der Musik aufhören?

Marie: Nein, nein! Ich sehe mich schon in der Musik.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg In der Erinnerung habe ich, dass du einige gute Freundinnen hast, die dich damals bei DSDS auch tatkräftig unterstützt haben. Vor allem waren sie einfach Freundinnen, die in dir keinen DSDS-Star, sondern nur ihre Marie gesehen haben. Einige studieren jetzt wahrscheinlich.

Marie: Ich habe regelmäßig Kontakt zu meinen Freundinnen. Einige haben mich auch auf der Musical-Tour besucht. Das vergangene Jahr haben einige für ein Auslandsjahr genutzt, andere haben einfach mal nichts getan und jetzt sind einige im Studium. Natürlich erzählen sie vom neuen Leben und das ist wohl schon sehr verrückt.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Wirst du da nicht auch ab und zu ein wenig eifersüchtig?

Marie: Nein, überhaupt nicht. Ich fühle mich so wohl auf der Bühne und leben meinen Traum. Schon das Abi-Jahr und die Karriere zu meistern, war nicht ganz einfach. Ein Studium nebenbei ist dann doch zuviel. Ich habe Ziele für die ich Kämpfe. Deshalb steht die Karriere jetzt einfach an erster Stelle.

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https://www.youtube.com/watch?v=oSRvR0rH67k

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Wir halten seit DSDS doch mit Abständen den Kontakt. Ich erinnere mich gut an ein Gespräch mit deiner Mama vor einem Jahr, wo sie schon so etwas wie Angst hatte, ob es nach dem DSDS-Jahr weitergehen wird.

Marie: Das war bestimmt so. Es ist auch normal für meine Mama und meinen Papa, das sie gerne Sicherheit für mich haben wollen. Zunächst ist nach DSDS der Hype da und dann ebbt es ab, denn die nächst Staffel steht vor der Tür. Ich bin aber nicht zu DSDS gegangen, um anschließend sagen zu können: So jetzt bin ich ein Star. Ich weiß, dass es ein Sprungbrett ist, sich als Künstler aufzubauen und sich zu etablieren. Wenn es nicht so wäre, wäre es auch schlimm. Dann würdest du die ganze Zeit in einer Blase leben und würdest nicht mehr um dich herum mitbekommen.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpegEs haben ja auch nur wirklich wenige geschafft, sich nach DSDS zu etablieren.

Marie: Alexander Klaws hat es geschafft. Für mich hat es auch Juliette Schoppmann geschafft. Sie lebt als Coach auch ihren Traum.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Dann fallen mir vor allem noch Beatrice Egli und Pietro Lombardi ein.

Marie: Klar gehören die Beiden auch dazu. Ich denke aber, dass viele Gewinner von DSDS nicht geahnt haben, was da auf sie zukommt. Sie wollen es dann auch einfach nicht mehr dieses Leben länger so führen. Das kann ich auch gut verstehen. Für mich war es so, dass ich unheimlich dankbar war, ein zweites Album produzieren zu dürfen. Das ist auch nicht der Normalfall bei der Univeral. Mit 17 durfte ich mit Andreas Gabalier auf Stadion-Tour gehen. Das war schon echt toll.

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https://www.youtube.com/watch?v=2KXluNokxjY

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Du hast schon Sarah Connor eben angesprochen. Mir gefällt dein Cover von ihrem Song „Keiner ist wie du“. Sie hat es mit ihren deutschsprachigen Songs geschafft, einen ganz neuen Weg eingeschlagen. Begonnen hat sich auch mit einer besonderen Stimme, genau wie du.

Marie: Ich habe ihre Alben durchgehört und finde es einfach toll, was sie macht. Sie schreibt die meisten Songs selbst und hat einen eigenen Weg gefunden. Es sind sehr persönliche Lieder. Das ist wirklich toll.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Kannst du da auch deine Zukunft sehen?

Ihr Songs „Wie schön du bist“ oder „Keiner ist wie du“ gehen schon sehr ans Herz. Es ist in den vergangenen Jahren aus meiner Sicht weniger geworden, dass Lieder berühren.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Sarah Connor hat ja erst spät angefangen, Deutsch zu singen. Ihre Karriere begann mit englischen Songs. Wäre das für dich auch eine Alternative?

Marie: Ja, natürlich. Ich habe auch einen Song auf Englisch geschrieben. Ich bin nicht versteift auf, das muss ich jetzt so und so machen. Schließlich habe ich dank DSDS auch viele junge Fans, die jünger sind als ich und junge Songs von mir erwarten dürfen. Ich bin jetzt 18, habe mit 16 DSDS gewonnen. Da darf man doch noch flexibel bleiben, um den eigenen Weg zu gehen.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpegDu musst als junge Frau ganz sicher deinen Weg finden.

Marie: Ich probiere auch neue Richtungen aus. Wenn es funktioniert ist es gut und wenn nicht, dann nicht. Es darf nicht sein, dass ich mir den ganzen Tag einen Kopf darum mache und mich damit stresse.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Einen Traum zu leben sollte auch kein Stress sein. Du musst gewiss den Spaß an der Musik für dich bewahren, auch wenn du dann mal Rückschläge geben wird.

Marie: Es gab ja auch schon welche. Das ist ganz normal und das wird auch so bleiben.

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https://www.youtube.com/watch?v=TbEqXMqj_Zo

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Du hast seit kurzer Zeit nun auch einen festen Manager, der sich im Tour-Geschäft besonders gut auskennt. Da wirst du sicher den Halt haben, den man als Künstlerin braucht.

Marie: Er ist auch ein ganz, ganz toller Manager, der sich ganz besonders intensiv um mich kümmert. Wir arbeiten auch einfach gut zusammen. Bei ihm muss ich mir auch nicht ständig Sorgen machen, weil er auch immer weiter denkt.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Das heißt 2020 ist schon durchgetaktet.

Marie: Ja, eigentlich schon. Diese Sicherheit, die ich jetzt durch ihn habe, das ist einfach super. Das habe ich jetzt gerade bei den anderen Darstellern im Musical erlebt, dass sie ein sehr schweren Job leben. Sie sind zwischendurch immer mal zwei oder sogar drei Monate arbeitslos. Da müssen sie sehen wie sie über die Runden kommen. Das ist wirklich unfassbar hart.

https://schmusa.de/wp-content/uploads/2020/03/image-1.jpeg Jetzt haben wir dich lange genug gequält. Vielen Dank, dass du dir wieder Zeit für uns genommen hat. Für dieses Jahr drücken wir dir beide Daumen, dass es weiter so steil bergauf mit der Karriere gehen wird.

Marie: Vielen Dank, es hat mir wieder Spaß gemacht. Wir sehen uns dann spätestens in einem Jahr wieder.

Das hoffen wir sehr. Wir hoffen, dass die aktuelle Krise wenig Einfluss auf die Karriere von Marie Wegener haben wird. Wir sind wirklich sehr gespannt, wie die eigenen Songs von ihr klingen werden.

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