Eine Band gründen – Schritt für Schritt zum Bühnenauftritt

Wer selbst gerne Musik macht und sich nicht als Solo-Künstler:in sieht, kommt meist schnell an einen Punkt, an dem die Frage nach der Gründung einer Band im Raum steht. Doch so eine Bandgründung wirkt auf viele anfangs wie eine riesige Herausforderung.

Der Gedanke an Auftritte oder gar daran, Geld mit der gemeinsamen Musik zu verdienen, ist noch in weiter Ferne. Müssen doch erst einmal Bandmitglieder gefunden werden, die andere Instrumente spielen als man selbst oder den Gesang übernehmen. Auch, wo dann geprobt werden kann und wie irgendwann vielleicht mal ein Album produzieren lässt, sind Fragen, die nach und nach dazukommen.

Schließlich steht dann vielleicht doch der erste potenzielle Gig an. Wo kann er stattfinden und wie organisiert man ihn? Der Beitrag versucht diese und weitere Fragen zu beantworten und dient somit als umfassender Ratgeber, wie Schritt für Schritt eine Band gegründet werden kann und mit ihr Konzerte gegeben werden können.


Die ersten Schritte

1. Die eigene Richtung grob definieren

Wer den Wunsch hat, eine Band zu gründen, mit der er gemeinsam Musik machen kann, sollte zuerst definieren, welche Musik das ungefähr sein soll. Dieser Schritt findet bestenfalls statt, bevor Musiker:innen angesprochen oder angeschrieben werden, die bei diesem Projekt potenziell mitwirken könnten. Denn eine grobe Ahnung davon zu haben, in welche Richtung die Musik geht, schließt unter Umständen bestimmte zukünftige „Bandmitglieder“ aus oder zeigt erst, welche Art Band überhaupt gesucht wird.

Die meisten werden sowieso eine Vorstellung haben, ob sie eher Musik machen möchten, die sich näher am Rock, Punk, Soul oder beispielsweise am Hip-Hop bewegt. Je nach Richtung werden dann bestimmte Instrumente oder elektronische Geräte benötigt, die wiederum mitunter die Expertise bestimmter Musiker:innen erfordern. So wird meist nach einigen Überlegungen ganz von allein klar, wer ins „Team“ geholt werden könnte und wer sich eher weniger eignet.

2.Musiker:innen finden

Für viele Musiker:innen, die eine Band gründen möchten, ist die Suche nach Mitgliedern das mit Abstand schwierigste Unterfangen. Sicherlich kann es eine Zeit dauern, Leute zu finden, die eine ähnliche Vorstellung der gemeinsamen Musik haben und mit denen man sich auch noch gut versteht. Doch interessierte Musiker:innen überhaupt erst einmal zu finden, ist eigentlich gar nicht so kompliziert. Vorausgesetzt, man weiß, wo zu suchen ist.

Der Freundeskreis

Seien es die Beatsteaks, Die Ärzte oder die vergleichsweise noch junge Band AnnenMayKantereit – diese und unzählige weitere Bands sind aus Freunden entstanden, die gemeinsam gerne Musik machten.

Die Freundschaft ist hierfür eine gute Grundlage. Denn einige Bands sind am Zwischenmenschlichen schon zerbrochen. Stimmt die Chemie aber schon von vornherein, muss nur noch das gemeinsame Musizieren klappen.

Deshalb hört man sich am besten unter Freunden um und fragt diese, ob sie denn, wenn sie selbst nicht musizieren, jemanden kennen, der eventuell interessiert sein könnte.

Schwarze Bretter

Schwarze Bretter in Universitäten, bei Proberäumen oder an Musikhochschulen sind eine simple, aber oft effektive Möglichkeit, schnell an Bandmitglieder zu kommen. Abreißzettel mit der eigenen Handynummer oder E-Mail-Adresse ermöglichen die sofortige Kontaktaufnahme. Am besten formuliert man auf dem Aushang schon recht konkret, welche Art Band man sich vorstellt, um Kandidaten zu finden, die wirklich infrage kommen. Anschließend klärt ein persönliches Treffen und eventuell ein erstes gemeinsames Probespiel, ob es passt.

Das Internet und die sozialen Medien

Natürlich ist auch das Netz eine Möglichkeit, sich heutzutage schnell mit Gleichgesinnten zu „vernetzen“. Es gibt bestimmte Websites, wie Musiker-sucht-Musiker, Bandmix oder die Backstagepro-Musikersuche, auf denen entweder selbst Anzeigen geschaltet werden oder sich nach ebensolchen umgeschaut werden kann. Alternativ können soziale Medien ein guter Anlaufpunkt sein. Auf Facebook etwa gibt es etliche Gruppen, in denen sich regional gefiltert nach Musiker:innen für die Band suchen lässt.

3. Proben, proben, proben

Sind die Bandmitglieder in einer ersten Konstellation zusammengesammelt, gilt es, mit dieser Gruppe fleißig zu proben. Gemeinsam viel Musik gemacht werden sollte noch bevor genau festgelegt wird, welcher Sound eigentlich perfekt zur Band passt und welches detaillierte Genre man bedienen möchte. Denn meistens kommt genau das erst während der Proben selbst heraus. Man kann sich noch so sehr vornehmen, Speed Metal zu spielen – hört sich die Musik eher nach Death Metal an, dann soll es wohl eher das sein.

4. Auf ein Genre festlegen, einen eigenen Sound finden

Meistens hat nicht jede:r in der Band die genau gleiche Vision – selbst, wenn man miteinander gut spielen kann und einen ähnlichen Geschmack hat. Um mit einer Band dauerhaft bestehen zu können und vielleicht sogar einmal erfolgreich zu werden, ist es aber wichtig, sich auf einen Sound festzulegen, mit dem alle zu einhundert Prozent zufrieden sind. Der Zeitpunkt, zu dem entschieden wird, in welche Richtung weitere Ambitionen unternommen werden, kann ein harter sein.

Denn unter Umständen muss die Band hier noch einmal neu zusammen- oder zumindest umgestellt werden.

Flexibilität und Ehrlichkeit lauten die Eigenschaften, auf die es jetzt ankommt. Lieber jetzt die optimale Bandzusammenstellung angehen, als sich später ärgern, wenn der Zusammenhalt schwächer wird.

Sobald die Band dann in ihrer Top-Konstellation steht, kann am eigenen Sound gefeilt werden, um durch etliche Proben zu ermitteln, wer man eigentlich ist und was einen in Abgrenzung zu anderen, ähnlichen Bands auszeichnet und besonders macht.

5. Bandnamen und eigenen Style entwickeln

Im letzten Schritt kann dann ein Bandname kreiert und ein eigener Style entwickelt werden. Welcher Bandname passt zur Musik und den einzelnen Bandmitgliedern? Wie zieht man sich gemeinsam am besten an? Gibt es Codes, die man bedienen möchte oder verweigert man sich alldem ganz bewusst und macht einfach, worauf jeder Lust hat? Einfacher ist es, gerade beim Style eine definierte Schiene zu fahren. Denn von kleineren Bands, die optisch harmonieren und vielleicht mit ihrem Style sogar ins Auge fallen und spektakuläre Auftritte haben, spricht man eher, als von jenen, die allein mit der Musik zu überzeugen versuchen.


Was kostet es, eine Band zu gründen?

Instrumente und andere Geräte

Die oben beschriebenen Schritte, die zeigen, wie eine Band entstehen kann, stellen einen Prozess dar, der vollkommen kostenfrei vonstattengehen kann. Gerade dann, wenn alle Bandmitglieder bereits mit einem eigenen Musikinstrument ausgestattet sind, das funktioniert und das sich zum Proben eignet, muss eine Bandgründung nichts kosten. Denn jede Band gibt sich mit unterschiedlicher Qualität der Ausrüstung, Proberäume und Aufnahmen ihrer Musik zufrieden. Doch in der Regel nehmen die Kosten mit wachsender Professionalität der Unternehmung zu.

Kommt irgendwann die Frage nach der Anschaffung neuer Instrumente, eines Band-Computers und anderer elektronischer Geräte auf, die etwa die Aufnahmen oder allgemein die Qualität der Musik verbessern oder überhaupt erst ermöglichen, steigen die Kosten für die Band.


Wer sich nach guten Instrumenten sehnt und vor allem in professionell ausgestatteten Studios eine Platte aufnehmen und diese qualitativ hochwertig produzieren lassen möchte, muss oft erst einmal einen ordentlichen Betrag auf den Tisch legen.

Um diverse Kosten stemmen zu können, kann zum Beispiel über die gemeinsame Aufnahme eines Kredites nachgedacht werden, der in Raten abbezahlt wird.

Hierbei einen Kreditvergleich anzustellen und sich gut zu informieren ist natürlich unbedingt sinnvoll. Dafür gibt man lediglich den gewünschten Betrag, die Laufzeit und den Verwendungszweck an und erhält auf die Anfrage verschiedene Angebote, aus denen man wählen kann. Zum Schluss muss man nur noch den Kredit abschließen. Auf diese Weise lässt sich eine Menge Geld bei den Zinsen sparen. Findet sich ein passendes Angebot und teilt man sich mit allen Bandmitgliedern einen günstigen Kredit, dürften die Raten nicht allzu schmerzhaft ausfallen.

Über Crowdfunding können junge, ambitionierte Bands ebenfalls oft Geld einsammeln, um sich zum Beispiel bessere Ausrüstung zu kaufen. Fans und Unterstützer:innen wissen, wie viel Energie und Motivation tolle, neue Musikinstrumente einer Band verleihen können. Sie sind daher oft bereit, ein paar Euro zu spenden. In der Masse kann dabei einiges zusammenkommen.

Steigt der Bekanntheitsgrad ein wenig, wird es mitunter einfacher, an Endorsements zu kommen. Dabei handelt es sich um Werbeverträge, die eine Band etwa mit einem Hersteller von Musikinstrumenten abschließt. Dieser stellt die Ausrüstung zur Verfügung und im Gegenzug wirbt die Band wirbt mit ihren Gesichtern und ihrer Musik für das Unternehmen oder die Marke.

Der Proberaum

Selbst die am kostengünstigsten zusammengestellte Band muss proben und sich dafür – wenn nicht irgendwelche Kontakte vorhanden sind – einen Proberaum anmieten. Normale Wohnungen eignen sich, vor allem wenn Schlagzeug gespielt wird, nur in den seltensten Fällen.

Bei der Suche einem Proberaum können vielleicht gemeinnützige Vereine in der Gegend oder Gemeinden weiterhelfen. Dabei muss allerdings bedacht werden, dass auf diese Weise vermittelte Proberäume vor allem in Bezug auf die Häufigkeit der Proben begrenzt sind.

Einen herkömmlichen Proberaum anzumieten, kostet in der Regel eine gewisse Gebühr. Je nach Qualität des Proberaums kann man in Deutschland mit zwischen 4 und 7 Euro pro Quadratmeter für eine feste Miete rechnen. Wer Proberäume stundenweise anmietet, kann durchschnittlich etwa mit 30 Euro die Stunde rechnen. Dabei gibt es natürlich immense regionale Unterschiede. Wie bei den Wohnungspreisen, wird auch ein Proberaum in München im Schnitt mehr kosten als einer in Leipzig. Deswegen gilt hier ebenfalls: Viel recherchieren und sich gut umhören, um nicht zu viel zu zahlen.

Die Aufnahme von Singles und Alben

Der Wunsch, die geprobten Songs auf Platte zu bekommen und Leuten somit physisch in die Hand geben zu können, entsteht bei den meisten Bands recht früh. Jede Band kann ihre Musik in einem passend eingerichteten, kleinen Tonstudio selbst aufnehmen.

Steht ein solcher Raum zur Verfügung und ist die passende Technik vorhanden, können solche Aufnahmen durchaus gelingen. Neben einem guten Computer werden dann etwa noch

  • ein oder zwei Studio-Monitore,
  • ein oder zwei Mikrofone,
  • Ständer für ebendiese,
  • gute Kopfhörer,
  • ein paar Kabel,
  • eine DAW/ Audio Interface Combo und
  • die passende Software benötigt.

Je nach Qualität der einzelnen Bestandteile können sich die Kosten hierfür auf etwa 500 Euro belaufen, nach oben hin gibt es aber natürlich keine Grenze.


Besteht die Band vor allem aus Vollblutmusiker:innen und weniger aus technikaffinen Menschen, ist es vielleicht besser, ein Tonstudio anzumieten, um erste Singles oder gleich ein ganzes Album aufzunehmen.

Professionelle Studios verlangen für Aufnahmen zwischen 50 und 500 Euro pro Stunde. Hinzu kommen mitunter ein:e Tontechniker:in, welche:r die Arbeit an der digitalen Audio-Workstation übernimmt und das Album abmischt und mastert.

Letztlich braucht jedes Album ein Cover, das jemand gestalten sollte, der Ahnung von Design hat. Ist die Platte fertig, muss sie im letzten Schritt auf Vinyl gepresst oder als CD hergestellt werden. Alle diese Dinge kosten Geld. Mit knappen 10.000 Euro sollte für eine halbwegs professionelle Produktion eines ersten Albums auf jeden Fall gerechnet werden – selbst wenn solche Kosten natürlich individuell stark unterschiedlich ausfallen und hier schwer pauschalisiert werden kann.


Die Gründung einer GbR – Muss das sein?

Bevor mit der Band Alben verkauft werden können oder die ersten öffentlichen Auftritte stattfinden, die bestenfalls auch bezahlt werden, sollte sich jede Band mit dem Punkt der eventuellen GbR-Gründung auseinandersetzen.

GbR ist die Abkürzung für „Gesellschaft bürgerlichen Rechts“. Gemeint ist damit ein Zusammenschluss mindestens zweier Personen, welche die Absicht verfolgen, finanzielle Gewinne zu erzielen. In einem sogenannten GbR-Vertrag wird sich dabei etwa verpflichtet, ein gemeinsames geschäftliches Ziel bestmöglich zu fördern.

Sobald eine Band mit ihrer Musik in irgendeiner Weise Geld verdienen möchte, sollte sie eine GbR gründen. Denn die GbR ist allgemein als die simpelste Art bekannt, miteinander ein Unternehmen zu betreiben. Findet das Musikmachen nur als Hobby statt, ist das natürlich nicht notwendig.

Vorteile einer GbR-Gründung und eines entsprechenden Vertrages ergeben sich auch intern etliche. So kann in einem GbR-Vertrag zum Beispiel festgelegt werden, wie mit den finanziellen Anteilen einzelner Mitglieder beim Austritt aus der Band verfahren wird. Was bei der Auflösung der Band und somit natürlich der GbR mit der Band-Kasse passiert, lässt sich hier ebenfalls regeln. Dadurch kann diversen Konflikten aus dem Weg gegangen werden.

Was in einen solchen GbR-Vertrag alles gehört und wie er etwa aufgebaut werden kann, findet sich im Internet beispielsweise auf diversen Websites von Medienrechtsexpert:innen.


Die ersten Auftritte organisieren

Der Grundstein für die Organisation von ersten Auftritten ist Musik, die anderen präsentiert werden kann. Zumindest eine Demo-CD, eine EP oder ein Album in abgemischter, digitaler Form sollte vorhanden sein. Schließlich wollen diejenigen, die die Band eventuell buchen, natürlich wissen, wen sie sich ins Haus holen und welche Musik sie erwartet.

Sind vorzeigbare Songs vorhanden, sollte eine Liste mit allen potenziellen Locations erstellt werden. Diese Liste kann ruhig endlos lang werden – je mehr Ideen, desto besser, denn das erhöht natürlich die Chance für Zusagen.

Wer ein wenig planlos ist, kann andere Bands und Musiker:innen aus der Region fragen, wo sie überall aufgetreten sind und ob sie Geheimtipps haben.

Ebenfalls lohnt sich ein Blick in Lokalmagazine, Zeitungen und selbstverständlich in die Tiefen des Internets, um die Suche nach Auftrittsmöglichkeiten auszuweiten.

Übrigens gehört es bei der heutigen Auswahl an Bands einfach dazu, dass eine noch junge und unbekannte Truppe ohne Management sich selbst vermarktet und dabei nicht zu schüchtern ist. Wenn die Band hinter der Musik steht, muss man sich nicht komisch fühlen, bei etlichen Locations anzurufen und nach Chancen für einen ersten Gig zu fragen. Das Ganze kostet nichts und die Band hat nichts zu verlieren.

Übrigens gilt für das Musikbusiness vermutlich mehr als für jedes andere Geschäft: Kontakte sind Gold wert! Je mehr Musiker:innen, Bands, Booking-Agenturen, Bars, Kneipen, Konzertveranstalter und Leute aus der Branche man kennt, desto schneller kommt es zum ersten Auftritt. Wie dieser dann abläuft, ist erst einmal Nebensache. Es geht allein darum, auf einer Bühne zu stehen und Erfahrungen zu sammeln. Verbessert werden können die Auftritte dann immer noch.


Den Bühnenauftritt professionalisieren

Sind die ersten Auftritte gemeistert und die ersten Fans gesammelt, geht es darum, die Bühnenauftritte zu professionalisieren. Bands, die live eine gute Performance hinlegen, profitieren von Konzerten immens. Denn Gigs sind nun einmal der Teil des Geschäfts, mit dem sich in der Regel am meisten Geld verdienen lässt. Selbst Plattenverkäufe bringen meistens weniger ein.

Die folgenden Tipps helfen dabei, die Bühnenauftritte zu verbessern:

  • Die Location gut zu kennen, spart Stress kurz vor dem Auftritt. Daher: Bereits im Voraus mal auf ein, zwei Konzerte vorbeischauen, mit den Bands und Veranstaltern sprechen und Parkmöglichkeiten, Bühnengröße und so weiter abchecken.
  • Wer viel Equipment hat, sollte nicht nur auf der Bühne, sondern auch dahinter seine Rolle kennen. Geteilte Arbeit beim Entladen und Aufbau der Bühnenausstattung und eine genaue Zuweisung der Arbeit sparen Zeit und Stress.
  • Wenn möglich, sollte bereits mindestens eine halbe Stunde, bevor der Auftritt beginnt, ein Warmspielen und Warmsingen ohne Publikum erfolgen. Dann springt man nicht ins kalte Nass, sobald der Gig losgeht, sondern ist schon eingegroovt.
  • Wer viel gemeinsam probt und auftritt, verbringt automatisch viel Zeit miteinander. Jede Band sollte versuchen, Ruhezeit einzuplanen, in der jedes Mitglied einmal für sich allein ist.
  • Kurz vor dem Auftritt gilt es aber natürlich den Zusammenhalt zu stärken und sich gemeinsam zu motivieren. Ein festes, kleines Ritual, ein Spruch oder Witz – ein Insider – eignet sich dafür optimal.
  • Am Anfang mag es schwer sein, sich aufs Musizieren und das Publikum gleichzeitig zu konzentrieren. Das legt sich aber mit der Anzahl der Gigs. Irgendwann gilt es, mit dem Publikum zu spielen und mitunter die Songreihenfolge anzupassen, wenn die Stimmung im Raum es verlangt.


Möglichkeiten, mit der Band Geld zu verdienen

Wie bereits erwähnt, lässt sich mit regelmäßigen Auftritten oder (kleinen) Tourneen als Band am meisten Geld verdienen. Platten- und CD-Verkäufe können wiederum, wenn es schlecht läuft, kaum Geld einbringen oder sogar zu Verlusten führen. Verkauft sich ein Album sehr gut, kann eine Band durchaus von diesen Verkäufen leben. Dafür muss in Deutschland allerdings schon fast ein Charterfolg her.

Selbst Einnahmen über Streamingdienste wie Spotify dürften oft schon höher ausfallen. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, mit einer Band Geld zu verdienen:

  • Wer sich für die Band ein eigenes kleines Heimstudio eingerichtet hat, kann anderen Musiker:innen und Bands anbieten, gegen eine gewisse Stundengebühr dort aufzunehmen. Zusätzliche Hilfe durch jemanden von der Band, der sich auskennt, kann man sich ebenfalls bezahlen lassen.
  • Viele Bands oder einzelne Bandmitglieder geben zusätzlich zu ihrer Arbeit in der Band Instrumentalunterricht. Über Aushänge in Konzertlocations, Musikschulen, auf dem Uni-Campus in der Nähe oder Musikfachgeschäften finden sich häufig schnell Interessierte.
  • Einige Musiker:innen – gerade etwa aus dem Bereich Rap und Hip-Hop, oft aber auch aus dem Schlager – schreiben zwar ihre eigenen Texte, produzieren jedoch keine Beats oder Melodien. Diese Arbeit übernehmen wiederum Spezialisten und somit oft Bands, die sich mit digitaler Musikproduktion beschäftigen. Damit lässt sich nebenbei ebenfalls gutes Geld verdienen.
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