Silbermond: Träum ja nur (Hippies)


Alle Hände in die Luft für die Musik, für den Frieden

Feier den Mensch und die Unterschiede

Und Kritiker krakeelen: Was wolln die Hippies nur?

Man, entspann dich, ich träum ja nur“

Silbermond: Träum ja nur



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https://www.youtube.com/watch?v=Rfstzkfjmtw

Schon zu Beginn von „TRÄUM JA NUR (HIPPIES)“ fällt der Folk-Touch auf, mit dem sich offenbar ein vertiefter Roots-Bezug der Band ankündigt. Musikalisch wird der Song schnell um verschiedene psychedelische Reminiszenzen erweitert. Und ehe man sich’s versieht, findet man sich direkt in die Sixties zurückkatapultiert – in die Zeiten von „Love & Peace“. Und plötzlich macht der etwas kryptische Titel-Zusatz „(HIPPIES)“ Sinn! Auch mit ihrem Text beschwören Silbermond einen Spirit, den sich die Jugendgeneration gerade zurückerobert. Denn was ist die „Fridays for Future“-Bewegung anderes, als ein erneuerter Appell der jungen Generation an die ältere, einen echten Kurswechsel einzuleiten?

Die Welt scheint aus den Fugen. Das Klima kippt, Trump, Erdogan, Johnson und der Brexit, die aktuellen Wahlergebnisse in Sachsen & Brandenburg – ist der Eindruck, dass wir als Menschheit tatsächlich an einem Scheideweg stehen, so falsch? Wie dagegenhalten? Mit Downsizing. Love & Peace. Toleranz. Dem Willen zu teilen. Dafür geht die Jugend aktuell auf die Straße. Das kann man als „utopisch“ belächeln, als Rückkehr naiven Hippietums abkanzeln. Aber muss man? Dieser herablassenden Attitüde jedenfalls stopfen Silbermond am Ende des Refrains mal eben das Maul, mit der Zeile, die die Band schon zur Song-Überschrift inspiriert hat. Ein genialer textlicher Twist.

Wenn Du nicht wagst zu träumen – wie soll ein Traum dann wahr werden? Das ist vielleicht die eigentliche Aussage des neuen SILBERMOND-Songs. Der nicht mehr sein will als ein Song. Aber auch nicht weniger.

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