Am 16. August 1956 feiert die Verfilmung von Carl Zuckmayers Drama “Der Hauptmann von Köpenick” seine Uraufführung in Köln. Zwei Wochen später, am 1. September 1956, startet der Film auch in Österreich. Die Rolle des Wilhelm Voigt spielte Heinz Rühmann.

15. März 1957, “Der Hauptmann von Köpenick” wird in den DDR-Kinos gezeigt.
27. März 1957, “Der Hauptmann von Köpenick” wurde für den Oscar in der Rubrik “Bester fremdsprachiger Film” nominiert. Gewonnen hat diesen Oscar der Film “La Strada”.
16. August 1956, “Der Hauptmann von Köpenick” startet in den deutschen Kinos.
1. September 1956, Kinostart in Österreich.
9. September 1956. der Film wird auf dem Filmfestival in Venedig vorgestellt.
4. Dezember 1956, der deutsche Film wird auf dem San Francisco International Film Festival gezeigt.
Inhalt
Wilhelm Voigt, ein Schuhmacher, wird nach 15 Jahren Haft aus dem Gefängnis Berlin-Plötzensee entlassen. Er will ein ehrliches Leben führen, aber die Bürokratie und sein Vorstrafenregister machen es ihm unmöglich, Arbeit oder eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Auch ein Pass, um im Ausland zu arbeiten, wird ihm verweigert. In seiner Not bricht er in ein Polizeirevier ein, um sich selbst einen Pass auszustellen, wird jedoch erwischt und zu weiteren zehn Jahren Gefängnis verurteilt.
Während seiner Haftzeit studiert Voigt die preußische Felddienstordnung und lernt militärisches Verhalten. Nach seiner Entlassung scheitert seine Resozialisierung erneut an bürokratischen Hürden. Daraufhin beschließt er, einen außergewöhnlichen Plan in die Tat umzusetzen: Er kauft eine alte Hauptmannsuniform und stellt sich als preußischer Offizier dar. In dieser Uniform gewinnt er sofort Respekt und Autorität.
Voigt nutzt diese neue Machtposition, um das Rathaus von Köpenick zu besetzen, den Bürgermeister zu verhaften und die Stadtkasse zu konfiszieren. Zu seiner Enttäuschung stellt er jedoch fest, dass er sich im Rathaus keinen Pass besorgen kann. Nach einigen Tagen stellt er sich der Polizei, nachdem ihm ein offizieller Pass versprochen wurde.
Die Geschichte wird vor dem Berliner Polizeipräsidenten unter Gelächter erzählt, und Voigt wird erneut verurteilt, jedoch kurz darauf vom Kaiser begnadigt. Als ihm endlich der lang ersehnte Pass ausgestellt wird, erklärt Voigt, er benötige ihn nicht mehr – er sei nun der berühmte “Hauptmann von Köpenick”.
Trailer
Nicht nur die Hauptrolle, sondern alle Rollen des Films wurden mit populären Schauspieler besetzt. So gehörten Martin Held, Hannelore Schroth, Wolfgang Neuss, Walter Giller, Maria Sebadt, Edith Hanke u.v.a. zur Besetzung des Film.
“Der Hauptmann von Köpenick”, bei dem Helmuth Käutner Regie führte, wurde mit Preisen überschüttet. Der Film schaffte es sogar, als erster deutscher Film der Nachkriegszeit für einen Oscar nominiert zu werden.
Als ein Heinz Rühmann-Fan erwies sich auch gut zehn Jahre später Drafi Deutscher. Der Berliner Sänger und Komponist schrieb den Schlager “Der Hauptmann von Köpenick”.
Natürlich sollt ihr auch musikalisch noch in diese Zeit entführt werden.
“Plus 5” Hits aus dem Jahr 1956
Von Köpenick geht es mit Caterina Valente und Peter Alexander in den Süden: “Komm ein bisschen mit nach Italien”.
Aus Italien kam der Hit “Come Prima”, der es in vielen verschiedenen Versionen in die Plattenläden schaffte. In Italien selbst war es die Version von Tony Dallara, die unvergessen bleibt.
Caterina Valente hatte mit “Steig in das Traumboot der Liebe” noch einen weiteren großen Erfolg in diesem Jahr.
In den 50er Jahren blieben Schlager bedeutend länger erfolgreich als in der heutigen Zeit. Schließlich war die Anschaffung eines Schallplattenspielers eine wirkliche Investition. Das durchschnittliche Jahreseinkommen lag bei 4.844 DM. Da war selbst eine Schallplatte, die damals 5 DM gekostet hat eine Anschaffung. Es waren in der Regel große und unvergessene Hits, für die man einen solchen Betrag ausgab. Neu im Geschäft war Freddy. Gleich mit seiner ersten Single “Heimweh” landete Freddy Quinn den Hit des Jahres 1956. Dieser Schlager war mehr als einer Millionen Menschen 5 DM wert, denn so viele Schallplatten mussten von einem Titel verkauft werden, um mit einer Goldene Schallplatte ausgezeichnet zu werden.
Es gab aber viele weitere Schlager, die bis heute unvergessen sind. Garantiert erinnern sich auch viele an “Tiritomba” von Margot Eskens, selbst wenn sie erst Jahre später auf die Welt gekommen sind.
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