Unvergessen: Zum 80. Geburtstag von Les Humphries

Heute vor 80 Jahren kam Les Humphries in Croydon, London, England, zur Welt.
Erst im Februar 2008 wurde bekannt, dass Les Humphries bereits am 26. Dezember 2007 gestorben war. Er war mit einer schweren Lungenentzündung in das örtliche Krankenhaus in Basingstoke, England, eingeliefert worden. Der Körper war bereits so geschwächt, dass er im Krankenhaus an einem Herzinfarkt starb. Der Musiker wurde nur 67 Jahre alt.

Erinnerungen an Les Humphries

Den größten Hit seiner Karriere landete er mit seinen Les Humphries Singers mit “Mexico” im Jahr 1972.

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https://youtu.be/wJBe6IUZdT0
Les Humphries Singers – Mexico


Als Kind erhielt der am 10. August 1940 als John Leslie Humphreys in Croydon, London, England geborene Junge Klavierunterricht. Musik war seine Begabung und wurde seine Profession. Er schaffte es, seine Berufung zum Beruf zu machen. Er trat als 18-Jähriger in das Musikkorps der britischen Royal Navy ein. Im selben Jahr (1958) wurde er zum „Besten Jungmusiker des Jahres“ gewählt. Darauf hin wurde er in den Buckingham Palast eingeladen, um Queen Mum ein Klavierkonzert zu geben.

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https://www.youtube.com/watch?v=zI5hc-UvH6w
Les Humphries beweist an der Seite von Gottfried Böttger sein Können an den Tasten


The Summer Set: Die erste eigene Band

Nach dem Militär gründete der Musiker seine eigene Band. The Summer Set nahmen sogar eigene Schallplatten auf.

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https://youtu.be/bUxSCUYxxdU
The Summer Set mit dem Beach Boys-Song “Farmers Daughter”
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https://www.youtube.com/watch?v=VSxGpNGUWF4
Auf der Rückseite fand sich mit “What Are You Gonna Do” bereits die erste Eigenkomposition


Neue Wege in Hamburg: Wonderland

Mit seiner Band trat er Mitte der 60er Jahre auch in Hamburg, neben Liverpool und London Hauptstadt der Beat-Musik, auf. Dort knüpfte er schnell zahlreiche Kontakte. Als ein paar Musiker sich um den Ex-Rattles-Sänger Achim Reichel scharten, um eine Band zu gründen war, Les Humphries mit im Boot. Das Unternehmen nannte sich Wonderland.

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https://youtu.be/Fyj8Q4HGCVo


Von Null auf Hundert mit den Les Humphries Singers

Bereits zu dieser Zeit grübelte er mit Henner Hoier über ein eigenes Projekt. Er wollte, inspiriert von den Edwin Hawkins Singers, die mit “Oh Happy Day” einen Welthit landeten, einen eigenen internationalen Chor gründen. Die ersten Schritte übertrafen mit ihrem Erfolg die Erwartungen.

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https://www.youtube.com/watch?v=JB_K8Ii7fKA


War das erste Album “I Believe/ Rock My Soul” 1970 noch ein Geheimtipp, landete die Gruppe mit “We’ll Fly You to the Promised Land” 1971 bereits in den Top 10.

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https://youtu.be/KIPFzXwpmlM


Bereits zu diesem Zeitpunkt konnte man erkennen, dass der Band-Boss ein unglaubliches Talent hatte zu arrangieren. Wer den Titel “Soolaimon” von Neil Diamond im Original kennt, spürt wieviel Power in den Singers steckte.

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https://youtu.be/NvHFqEvU4Wo


Noch im selben Jahr erschienen zwei weitere Alben. “We Are Goin’ Down Jordan” kletterte bis auf Platz 2 in den Deutschen Charts.

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https://www.youtube.com/watch?v=F3GxDjZ7vkw


Ende 1971 brachte die Gruppe mit “Old Man Moses” noch ein drittes Album in diesem Jahr auf den Markt.

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https://youtu.be/fKrpDlYGhVE


Sie kamen und gingen: Die Band-Mitglieder

Die Les Humphries Singers zählten zu den erfolgreichsten Show-Acts der 70er Jahre. Die Shows der Gruppe von unglaublich talentierten Sängern und Musikern waren ein wirkliches Erlebnis, das viele Menschen in die Konzerthallen strömen ließ. Zur ersten Besetzung zählten u.a. Malcom Magaron, der die Lead-Stimme der frühen Hits war. Dazu gehörte auch dessen damalige Freundin Liz Mitchell, die der Band-Leader als Sängerin im Musical “Hair” entdeckt hatte. Sie wurde wenige Jahre später die Lead-Sängerin von Boney M.

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https://www.youtube.com/watch?v=ZIBa-Og-VJE


Der Sänger von “Mama Loo”, John Lawton, wurde – nach seinem Wirken bei den Les Humphries Singers – Lead-Sänger der Rock-Band Uriah Heep.

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https://www.youtube.com/watch?v=1ePvZ3ZZy2A


Zu den populären Mitgliedern der Gruppe zählte natürlich auch Jürgen Drews, der sich zu dieser Zeit noch – passend zu seinem Wesen – eher im Hintergrund aufhielt, in den Konzerten aber schon einen eigenen Showteil bestritt. Ab und zu sang der Meister auch selbst. Er war ein Fan der Songs von Neil Diamond. Hier singt er “I Am … I Said”.

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https://youtu.be/Otzs1l3uNqs


Fundstücke

Vom Bandleader, der auch die meisten der Songs der Gruppe geschrieben hat, erzählt man sich eine lustige Geschichte: Er saß mit einem Vertreter seiner Plattenfirma in einer Kneipe und sie hörten einen aktuellen Song, der für eine gute Stimmung im Laden sorgte. Da fragte ihn der Vertreter: “Les, ist das einer deiner neuen Songs?” Worauf ihm Les Humphries antwortete: “Noch nicht!”

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https://www.youtube.com/watch?v=NmOmZAZEx0Y


Wir verneigen uns vor dem großartigen Musiker und sagen “Thank You For The Music”.

Dieser Artikel ist erst der zweite Teil eines Porträts, das wir nach und nach weiterführen werden. Bleibt uns gewogen.

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