The Sweet: Zum 73. Geburtstag von Mick Tucker

Der Tod vom Schlagzeuger schockte 2002 die Fans. Der lebenslustige Musiker, den viele Fachleute zu den besten Schlagzeugern zählten, starb an Leukämie. Auch, wenn er seinen 73. Geburtstag nicht mehr erlebt, ist es ein guter Grund an den “Helden unserer Jugend” zu denken.

Dass er ein wirklich großartiger Schlagzeuger war zeigt dieser Ausschnitt von einem Konzert der Band im “Musikladen” im Jahr 1974, das nie im Fernsehen gezeigt wurde und erst Jahre später auf DVD erschienen ist.

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https://youtu.be/ysCA0cRXFLo
The Man With The Golden Arm (1974)

10. Februar 1997, Brian Connolly stirbt im Alter von 51 Jahren an Nierenversagen. (Es gibt einige Verwirrungen mit dem Datum, da im wikipedia-Eintrag des Sängers der 9. Februar angegeben ist. Das ist auch der Grund, dass wir den Artikel bereits am 9. veröffentlicht haben).
14. Februar 2002, Mick Tucker verstirbt im Alter von 54 Jahren an Leukämie in Welwyn Garden City, Hertfordshire, England.
23. Februar 1948, Steve Priest kommt in Hayes, London, England zur Welt.
4. Juni 2020, Steve Priest stirbt im Alter von 72 Jahren.
30. Juni 1949, James Paul Andrew „Andy“ David Scott kommt in Wrexham, Wales zur Welt.
17. Juli 1947 Michael Thomas „Mick“ Tucker kommt in Harlesden, North West London zur Welt.


The Sweet: Aller Anfang ist schwer

Ihre erste Single veröffentlichten The Sweet bereits 1968. Doch “Slow Down” blieb ein Ladenhüter.

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https://youtu.be/V9X2unJxoxE
“Slow Motion”

Auch die nächsten Veröffentlichungen blieben meist in den Regalen der Schallplatten-Läden liegen. Veröffentlicht wurde “Lollipop Man”, “All You’ll Ever Get From Me” und “Get On The Line”.

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https://www.youtube.com/watch?v=8EqPr4ZHNnY
“The Lollipop Man” (1969)
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https://youtu.be/0vNPG8espy8
“All You’ll Ever Get From Me” (1969)
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https://www.youtube.com/watch?v=yk8Lr7ck3pU
“Get On The Line” (1970)


Mit Vollgas in die Charts

Sänger Brian Connolly, Schlagzeuger Mick Tucker, Bassist Steve Priest fanden in Andy Scott 1970 einen Nachfolger an der Gitarre, der den Aufschwung der Band einläutete. Dazu kam, dass das zu dieser Zeit noch recht unbekannte Autoren-Duo Mike Chapman und Nicky Chinn sich der Band annahm und ihnen mit “Funny Funny” 1971 den ersten Hit bescherte.

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https://www.youtube.com/watch?v=Ae3uO0Shgvk
Funny Funny (1971)


Den Nachfolge-Hit von “Funny Funny” durfte die Band dann auch in Deutschland vorstellen. Zu Gast bei Ilja Richter in der “Disco” spielten The Sweet “Co-Co”, der auch gleich der erste Nummer 1-Hit in Deutschland werden sollte.

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https://www.youtube.com/watch?v=cz92NkhESnc
Co-Co (1971)


Als dritte Single im Erfolgsjahr 1971 wurde “Alexander Graham Bell” veröffentlicht. Die Single konnte nicht an den großen Erfolg von “Co-Co” anknüpfen. Doch für die Charts reichte es allemal.

https://www.youtube.com/watch?v=35jEL6VypzM
“Alexander Graham Bell” (1971)


Mit “Poppa Joe” startet die Band in zweite Erfolgsjahr.

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https://youtu.be/9BBc2zTx6s0
Poppa Joe (1972)

“Little Willy” wird der zweite Nummer 1-Hit in Deutschland.

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https://youtu.be/NM6I-pmV0RA
Little Willy (1972)


Die ersten Hits der Band stammten alle von den Produzenten der Band Nicky Chinn und Michael Chapman. Es waren die typischen “Middle Of The Road-Hits”, die in Deutschland unglaublich gut ankamen. Mit “Wig-Wam-Bam” schafft es die Band erneut an die Chartspitze in Deutschland.

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https://www.youtube.com/watch?v=ZyBFxjmJPqk
Wig Wam Bam


Nun wird es rockig

Die zwischenzeitlich unglaublich erfolgreichen Produzenten waren bemüht durch einen Stil-Wechsel die große Zahl an Fans bei der Stange zu halten. Deshalb wurden aus den “Middle Of The Road-Schlagern” langsam, aber sicher rockige Songs. Den Anfang machte “Block Buster!”, der es ebenfalls an die Spitze der deutschen Charts schaffte.

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https://www.youtube.com/watch?v=WNXFtVWB47E


The Sweet waren sofort Glam-Rock-Band Nummer 1 in Deutschland. Mit ihren Hits “Hell Raiser” und “Ballroom Blitz” untermauerte die Band diese Stellung. Ihre Hits aus dem Jahr 1973 sind bis heute Stimmungs-Garanten auf jeder Ü 30 und Ü 40-Party, obwohl die ursprünglichen Fans der Band langsam aber sicher alle auf die 60 zugehen.

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https://www.youtube.com/watch?v=z_jdiU47bFA


1974 liefern Chinn und Chapman noch den nächsten Hit mit “Teenage Rampage”. Doch die Bandmitglieder wollen ihre eigenen Songs schreiben und veröffentlichen. Zunächst bieten ihnen die Produzenten noch “The Six Teens” an. Der Song klingt anders und wird ebenfalls ein Hit.

https://www.youtube.com/watch?v=2UPaoCC7BzM


Bedeutend erfolgreicher allerdings wird die erste selbst geschriebene Single “Fox On The Run”. Sie landet in Deutschland wieder einmal auf Platz 1.

https://www.youtube.com/watch?v=VP2umy6TdEU


Brian Conolly verlässt The Sweet

1979 verließ Brian Conolly die Band, deren Erfolgskurve steil abwärts ging. Zu Dritt nahmen Andy Scott, Steve Priest und Mick Tucker das Album “Cut Above the Rest” auf. Auf “Play All Night” beweist Mick Tucker sein Gesangstalent.

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https://youtu.be/crRm_5PvcAo


Solo-Projekte

Brian Conolly

Mit der Übernahme der Produktionen wich der Erfolg nach und nach. Es waren ganz sicher auch Alkohol-Eskapaden von Sänger Brian Connolly, die dazu führten, dass die Band ihr letztes Konzert in der Erfolgs-Besetzung am 20. März 1981 in der Glasgow University gab.

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https://www.youtube.com/watch?v=96sisGrDXZw

Brian Conolly erlitt bereits 1980 mehrere Infarkte. Alle Versuche, als Solo-Künstler scheiterten. Dennoch konnte er viele der treuen Fans zu Konzerten von Brian Conolly’s Sweet locken.

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https://www.youtube.com/watch?v=D0YISuZ1Ssc

Er starb am 10. Februar 1997 an Nierenversagen, verbunden mit einem weiteren Herzinfarkt.

Steve Priest

Stevie Priest gehörte zu den Gründern von The Sweet. Er ist am 4. Juni 2020 wie die anderen beiden Mitgründer, Brian Conolly und Mick Tucker, in den Rockhimmel aufgefahren.

Band-Kollege Andy Scott schrieb:

Jetzt bin ich der Letzte!

Ich bin am Boden zerstört. Steve ist von uns gegangen. Seine Frau und ich hielten Kontakt, und obwohl ich über seinen schlechten Gesundheitszustand informiert war, bin ich jetzt im Moment geschockt. Es darf nicht wahr sein! Meine Gedanken sind bei seiner Familie. Steve war der beste Bassist, mit dem ich je gespielt habe. Den Sound, den wir als Band machten, war so kraftvoll.  Von dem Moment an, als wir im Sommer 1970 zu unserer musikalischen Odyssee aufbrachen, öffnete sich die Welt für uns und die Achterbahnfahrt begann.
Er folgte irgendwann seinem Herzen, und zog in die USA. Zuerst nach New York, dann nach L.A.
Ruhe in Frieden Bruder.
All meine Liebe. Andy.”

Steve Priest spielte bis zu seinem Tod mit seiner Band Steve Priest´s Sweet. Diese Aufnahme von “Love Is Like Oxygene” aus dem Jahr 2019 lässt vermuten, dass es mit dem Gitarrist schon da gesundheitlich nicht zum Besten stand.

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https://www.youtube.com/watch?v=4ORxdlRwK-c



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