The Sweet: Erinnerungen an Brian Conolly, der heute vor 75 Jahren zur Welt kam

Am 5. Oktober 1945 kam Brian Francis Conolly in Govanhill, Glasgow, Schottland zur Welt. Als Sänger der Sweet gehörte er zu den Ikonen der 70er Jahre. Seine Poster hingen überall in Europa in den Kinder- und Jugendzimmern.


10. Februar 1997, Brian Connolly stirbt im Alter von 51 Jahren an Nierenversagen. (Es gibt einige Verwirrungen mit dem Datum, da im Wikipedia-Eintrag des Sängers der 9. Februar angegeben ist. Das ist auch der Grund, dass wir den Artikel bereits am 9. veröffentlicht haben).
23. Februar 1948, Steve Priest kommt in Hayes, London, England zur Welt.
4. Juni 2020, Steve Priest stibt im Alter von 72 Jahren.
30. Juni 1949, James Paul Andrew „Andy“ David Scott kommt in Wrexham, Wales zur Welt.
5. Oktober 1945, Brian Francis Conolly kommt in Govanhill, Glasgow, Schottland zur Welt.


The Sweet: Vom Teenie-Pop zum Glam-Rock

Ihre erste Single veröffentlichten The Sweet bereits 1968. Doch “Slow Down” blieb ein Ladenhüter.

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https://youtu.be/V9X2unJxoxE
“Slow Motion”


Auch die nächsten Veröffentlichungen blieben meist in den Regalen der Schallplatten-Läden liegen. Veröffentlicht wurde “Lollipop Man”, “All You’ll Ever Get From Me” und “Get On The Line”.

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https://www.youtube.com/watch?v=8EqPr4ZHNnY
“The Lollipop Man” (1969)
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https://youtu.be/0vNPG8espy8
“All You’ll Ever Get From Me” (1969)
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https://www.youtube.com/watch?v=yk8Lr7ck3pU
“Get On The Line” (1970)


Sänger Brian Connolly, Schlagzeuger Mick Tucker, Bassist Steve Priest fanden in Andy Scott 1970 einen Nachfolger an der Gitarre, der den Aufschwung der Band einläutete. Dazu kam, dass das zu dieser Zeit noch recht unbekannte Autoren-Duo Mike Chapman und Nicky Chinn sich der Band annahm und ihnen mit “Funny Funny” 1971 den ersten Hit bescherte.

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https://www.youtube.com/watch?v=Ae3uO0Shgvk
Funny Funny (1971)


Den Nachfolge-Hit von “Funny Funny” durfte die Band dann auch in Deutschland vorstellen. Zu Gast bei Ilja Richter in der “Disco” spielten The Sweet “Co-Co”, der auch gleich der erste Nummer 1-Hit in Deutschland werden sollte.

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https://www.youtube.com/watch?v=cz92NkhESnc
Co-Co (1971)


Als dritte Single im Erfolgsjahr 1971 wurde “Alexander Graham Bell” veröffentlicht. Die Single konnte nicht an den großen Erfolg von “Co-Co” anknüpfen. Doch für die Charts reichte es allemal.

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https://www.youtube.com/watch?v=35jEL6VypzM
“Alexander Graham Bell” (1971)


Die ersten Hits der Band stammten alle von den Produzenten der Band Nicky Chinn und Michael Chapman. Es waren die typischen “Middle Of The Road-Hits”, die in Deutschland unglaublich gut ankamen. Da gab es “Little Willy”, “Poppa Joe” und “Wig Wam Bam”, die alle ganz oben in den Charts zu finden waren.

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https://youtu.be/9BBc2zTx6s0
Mit “Poppa Joe” schafften es The Sweet auf Platz 2 in der Schweiz
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https://youtu.be/NM6I-pmV0RA
Im selben Jahr ging es mit “Little Willy” an die Spitze der Charts in Deutschland
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https://www.youtube.com/watch?v=ZyBFxjmJPqk
Auch “Wig Wam Bam” wurde 1972 eine Nummer 1 in Deutschland


Nun wird es rockig

Die zwischenzeitlich unglaublich erfolgreichen Produzenten waren bemüht durch erwachsenere Songs die große Zahl an Fans bei der Stange zu halten. Deshalb wurden aus den “Middle Of The Road-Schlagern” langsam, aber sicher rockige Kompositionen. Den Anfang machte “Blockbuster”, der es ebenfalls an die Spitze der deutschen Charts schaffte.

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https://www.youtube.com/watch?v=WNXFtVWB47E


The Sweet waren ab sofort Glam-Rock-Band Nummer 1 in Deutschland. Mit ihren Hits “Hell Raiser” und “Ballroom Blitz” untermauerte die Band diese Stellung. Ihre Hits aus dem Jahr 1973 standen alle auf Platz 1 der Deutschen Charts und sind bis heute Stimmungs-Garanten auf jeder Ü 30 und Ü 40-Party, obwohl die ursprünglichen Fans der Band langsam aber sicher alle auf die 60 zugehen.

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https://www.youtube.com/watch?v=z_jdiU47bFA
“Ballroom Blitz”
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https://youtu.be/7yYifj6IsUQ
“Hell Raiser”


1974 liefern Chinn und Chapman noch den nächsten Hit mit “Teenage Rampage”. Dieser Stil begeisterte die Jugend in Deutschland. Die Bravo sorgte dafür, dass die Beliebtheit im Zenit blieb.

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https://www.youtube.com/watch?v=aja7Ixj3-w0


Doch die Bandmitglieder wollen ihre eigenen Titel schreiben und veröffentlichen. Zunächst bieten ihnen die Produzenten noch “The Six Teens” an. Der Song klingt anders und wird ebenfalls ein Hit.

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https://www.youtube.com/watch?v=2UPaoCC7BzM


Auch bei “Turn It Down” erfüllten die langjährigen Weggefährten von The Sweet, Nicky Chinn und Mike Chapman, der Band den Wunsch rockiger zu klingen.

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https://youtu.be/Lc5AGNuWdsE


Bedeutend erfolgreicher allerdings wird 1975 die erste selbst geschriebene Single “Fox On The Run”. Sie landet in Deutschland wieder einmal auf Platz 1.

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https://www.youtube.com/watch?v=VP2umy6TdEU


Mit “Action” gelang der Band der nächste Top-Hit, Brian, Andy, Steve und Mick landeten im selben Jahr mit diesem Song auf Platz 2.

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https://youtu.be/W0mqfDwKGQM


Wir haben die Chart-Erfolge bis 1975 komplett in diese Hommage eingepflegt. Bis Ende der 70er Jahre blieben The Sweet regelmäßige Gäste in den Deutschen Chars. Der letzte Chart-Erfolg war 1979 “Call Me”. Zu diesem Zeitpunkt hatte Brian Conolly die Band bereits verlassen und der im Juni 2020 verstorbene Steve Priest versuchte sich als Lead-Sänger.

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https://youtu.be/-bzejT7mBUM


Solo-Projekte

Brian Conolly

Mit der Übernahme der Produktionen wich der Erfolg nach und nach. Es waren ganz sicher auch Alkohol-Eskapaden von Sänger Brian Connolly, die dazu führten, dass die Band ihr letztes Konzert in der Erfolgs-Besetzung am 20. März 1981 in der Glasgow University gab.

Mit “Take Away The Music” veröffentlichte der ehemalige Sweet-Sänger seine erste Solo-Single.

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https://www.youtube.com/watch?v=96sisGrDXZw


Mit “Don’t You Know A Lady” folgte im selben Jahr Solo-Single Nummer 2, die ein wenig an die frühen Sweet-Songs erinnerte.

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https://youtu.be/c_7C8q2crC0


Mit einer neuen Plattenfirma im Rücken veröffentlichte er 1982 seine 3. Single “Hypnotized”.

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https://youtu.be/mms0gR_4X6s


Natürlich reichten die Erfolge der 70er Jahre aus, dass Brian Conollys Konzerte gut besucht wurden. Doch den neuen Brian Conolly wollten selbst die treuen Fans nicht hören. Mit keiner seiner Singles schaffte es der Sänger in die Charts. Der Song “Red Hair Rage” wurde nicht einmal mehr veröffentlicht.

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https://www.youtube.com/watch?v=RHExW_0GcgI


Brian Conolly erlitt bereits 1980 mehrere Infarkte. Alle Versuche als Solo-Künstler scheiterten. Dennoch konnte er viele der treuen Fans zu Konzerten von Brian Conolly’s Sweet locken.

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https://www.youtube.com/watch?v=D0YISuZ1Ssc

Er starb am 10. Februar 1997 an Nierenversagen, verbunden mit einem weiteren Herzinfarkt.

Gedenktafel in Middlesex, England mit der Inschrift: "In Loving Memory Brian Francis Conolly. Your Music Lives On,Rest In Peace, With Love From Sweet Fans Worldwide
Diese Gedenktafel in Middlesex erinnert an den Sänger von The Sweet.


Steve Priest

Stevie Priest gehörte zu den Gründern von The Sweet. Er ist am 4. Juni 2020 wie die anderen beiden Mitgründer, Brian Conolly und Mick Tucker vor ihm, in den Rockhimmel aufgefahren.

Andy Scott auf facebook zum Tod von Stefe Priest.

Band-Kollege Andy Scott schrieb:

Jetzt bin ich der Letzte!

Ich bin am Boden zerstört. Steve ist von uns gegangen. Seine Frau und ich hielten Kontakt und obwohl ich über seinen schlechten Gesundheitszustand informiert war, bin ich jetzt im Moment geschockt. Es darf nicht wahr sein! Meine Gedanken sind bei seiner Familie. Steve war der beste Bassist, mit dem ich je gespielt habe. Den Sound, den wir als Band machten, war so kraftvoll.  Von dem Moment an, als wir im Sommer 1970 zu unserer musikalischen Odyssee aufbrachen, öffnete sich die Welt für uns und die Achterbahnfahrt begann.
Er folgte irgendwann seinem Herzen und zog in die USA. Zuerst nach New York, dann nach L.A.
Ruhe in Frieden Bruder.
All meine Liebe. Andy.”

Steve Priest spielte bis zu seinem Tod mit seiner Band Steve Priest’s Sweet. Diese Aufnahme von “Love Is Like Oxygene” aus dem Jahr 2019 lässt vermuten, dass es mit dem Gitarrist schon da gesundheitlich nicht zum Besten stand.

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https://www.youtube.com/watch?v=4ORxdlRwK-c

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