“Die singende Nonne” Sœur Sourire im Song des Tages 94

Die Geschichte einer singenden Nonne, die mit einem einfachen Lied einen weltweiten Hit landete…

Soer Sourire (The Singing Nun) – Dominique

30. März 1985, Jeanine Deckers nimmt sich das Leben.
17. September 1933, Jeanne-Paule Deckers, aus der Sœur Sourire werden sollte, kommt in der Nähe von Brüssel, Belgien, zur Welt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=10mMDtpfcQM

Märchen haben ja meistens ein schönes Ende. Diese Geschichte ist sehr traurig und trotzdem erinnert sie an ein Märchen, denn sie erzählt, wie eine Nonne mit einem einfach Lied die Welt eroberte. Soer Sourire lautete ihr Künstlername, in den meisten Ländern wurde sie schlicht The Singing Nun, die singende Nonne, genannt. Ihr Name als Schwester eines Dominikaner Ordens lautete Luc-Gabrielle. Der Name setzte sich aus den Vornamen ihrer Eltern zusammen.

Man kommt nicht als Nonne zur Welt: Jeanne-Paule Jeanine Marie Deckers, nun haben auch den noch fehlenden bürgerlichen Namen der wohl nach Mutter Teresa bekanntesten Nonne des vergangenen Jahrhunderts, kam in Wavre, einem Vorort von Brüssel zur Welt. Ihren Vater zog es als Freiheitskämpfer während der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen nach Paris. Dort wuchs das kleine Mädchen gemeinsam mit den Geschwistern auf.

Mit dem Kriegsende zog Familie Decker zurück nach Belgien. Jeanine, so wurde Jeanne-Paule von allen genannt, schloss in Brüssel die Schule ab und ging noch einmal nach Paris, um sich als Zeichenlehrerin ausbilden zu lassen. Mit dem Abschluss in der Hand kehrte sie erneut zurück nach Brüssel, um in einer Mädchenschule zu unterrichten. Diese Zeit muss ihr sehr zugesetzt haben, denn als 26-Jährige entschloss sie sich, in ein Kloster zu gehen.

Im Dominikaner Orden wurde sie in der Jugendarbeit eingesetzt. Sie lernte Gitarre spielen, um den Kindern und Jugendlichen Spaß beim Zusammensein zu vermitteln. Und den hatten sie. Luc-Gabrielle übte und übte, denn nun wollte sie nicht nur irgendwelche Lieder spielen, sondern ihre eigenen und dazu lernte sie auch noch, zu komponieren. Zu den Kompositionen gehörte „Dominique“, ein Lied zu Ehren des Ordensgründers Dominikus. Nach einigem hin und her erlaubte ihr die Oberin das Lied aufzunehmen und unter dem Namen Soeur Sourire zu veröffentlichen.

Eine singende Nonne war nicht nur im kleinen Belgien ein Sensation, ganz Europa spielte das Lied der Nonne und nicht viel später waren auch die amerikanischen Radiosender und vor allen Dingen die schon fortgeschrittene Talk-Show-Szene an der „The Singing Nun“ interessiert. Aus Luc-Gabrielle wäre schnell eine Multimillionärin geworden, hätte sie nicht bei Eintritt in das Kloster das Armutsgelübde abgelegt. So flossen alle Einnahmen dem Orden zu.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=SniWK9AjXME

Die Geschichte einer singenden Nonne war derart sensationell, dass auch Hollywood schnell auf die Geschichte der belgischen Nonne aufmerksam wurde. Aus dieser großartigen Geschichte machten die Filmschaffenden den Film „Dominique – die singende Nonne“ mit Debbie Reynolds in der Hauptrolle. Dieser Film sorgte nicht nur für volle Filmkassen, sondern auch für den Austritt von Jeanine Deckers aus dem Kloster.

Nun wollte sie die längst verdiente eigene Karriere starten. Aber wen interessierte eine ehemalige Nonne, keine Medien, keine Radiostationen und auch keine Talk-Shows. Die Karriere der „bürgerlichen“ Luc Dominique, wie sie sich nach dem Austritt nannte, war schon zu Ende bevor sie begonnen hatte.

Auch der Schallplattenvertrag lief aus, so dass Jeanine Deckers sich aus dem Showgeschäft komplett zurückzog. Die Medien fielen über sie her als herauskam, dass sie eine lesbische Beziehung führte. Außerdem bekam sie einen Bescheid vom Finanzamt, die eine hohe Steuernachzahlung für die Millioneneinnahmen aus ihrer Zeit als Sängerin festsetzte. Die sensible junge Frau war nervlich am Ende. Ihre finanziellen Mittel reichten nicht aus, um der Steuerforderung nachzukommen. Das Kloster entzog sich der Verantwortung. Noch schlimmer war für Jeanine Deckes und ihre Lebensgefährtin Annie Pecher, dass das von der ehemaligen Nonne gegründete Heim für autistische Kinder aus finanzieller Not geschlossen werden musste.

Am 30. März nahm sich das von der Welt enttäuschte Paar das Leben. Sie begangen gemeinsamen Suicid durch eine Überdosis Schlaftabletten. 2009 erschien ein weiterer Film über die singende Nonne und ihr Schicksal, das die Menschen noch einmal fassungslos zurück ließ mit der Geschichte einer Frau, die etwas Gutes bewirken wollte…

Diese wahre Geschichte erzählt ein weiterer Film “Soeur Sourire – Die singende Nonne” stammt aus dem Jahr 2009.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=S4SJJlL7n1c

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.