Simple Minds im Song des Tages 143

Die Geschichte eines der großen Hits der 80er Jahre, der auch auch heute noch jede Party zum Kochen bringt.

Simple Minds – “Don’t You (Forget About Me)”

 

26. Februar 1952, John Giblin, der von 1985 bis 1989 Bassist bei den Simple Minds war, kommt zur Welt.
9. Juli 1959, Sänger Jim Kerr erblickt in Glasgow, Schottland das Licht der Welt.
18. Mai 1985, “Don’t You (Forget About Me)” steht auf Platz 1 der US-Charts

 

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https://youtu.be/CdqoNKCCt7A

 

In den 80er Jahren zog es den britischen Schlagzeuger Keith Forsey nach Deuschland. Dort spielt er in der Band von Joy Fleming, bei Amon Düül II, Klaus Doldinger und beim Panikorchester von Udo Lindenberg. In dieser Zeit lernte er auch den Südtiroler Giorgio Moroder kennen, der ihn für zahlreiche seiner Disco-Projekte arrangierte. Kurzum war er zum Ende der 70er Jahre der wohl gefragteste Schlagzeuger in Deutschland und prägte durch sein Schlagzeugspiel den sogenannten Muich Sound, der von Giorgio Moroder aus der Taufe gehoben wurde.

Auch auf den frühen Alben von Boney M. ist Keith Forsey zu hören. Boney M.-Produzent Frank Fahrian ermöglichte ihm auch eigene Kompositionen einzubringen, so geschehen bei „Ribbons Of Blue“ auf dem Album „Oceans Of Fantasy“ und Giorgio Moroder bestärkte ihn darin, eigene Produktionen zu wagen. So kam es, dass er nach einem gescheiterten Solo-Versuch mit dem Elton John Cover „Tiny Dancer“ begann eigene Titel zu schreiben und diese auch mit den Künstlern zu produzieren.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=87qDTR6WcLE

 

Aufgrund seiner guten Kontakte über Giorgio Moroder war er auch als Filmkomponist schnell im Gespräch. „Flashdance“ produzierte er noch an der Seite von seinem Mentor, dann bot man ihm an, den Soundtrack für den Film „Breakfast Club“ zu übernehmen. Gesagt getan, hatte er auch schnell einen Titelsong komponiert. „Don’t You (Forget About Me)“ bot er den Song Bryan Ferry von Roxy Music und Billy Idol an. Beide sagten ab.

Aber da war noch ein weiterer Pfeil im Köcher, eine Band aus seiner Heimat, die von Album zu Album immer stärker wurden und die Keith Forsey längst ins Auge gefasst hatte. Gemeinsam mit dem Produzenten des Films John Hughes wollte er die Band für sein Projekt gewinnen. Doch zunächst ließen die Mitglieder keinen Zweifel daran, dass sie nur eigene Songs spielen würden und kritisierten ganz offen, dass sie auch die Lyrics des Songs nicht gerade umgeworfen haben. Es wird wohl an der Überredungskunst des Altmeisters John Hughes gelegen haben, dass die beiden Gründungsmitglieder Jim Kerr als Sänger und Gitarrist Charlie Burchell, die bis heute zur Band zählen, sich haben umstimmen lassen.

Diesen Schritt haben sie ganz gewiss nie bereut, denn sowohl der Film als auch der Soundtrack, und da insbesondere der Titelsong „Don’t You (Forget About Me)“ schlugen ein wie eine Bombe. Am 18.Mai 1985 kletterte die britische Band auf Platz 1 der US-Charts. Das wiederum garantierte ihnen einen Platz beim im Juli stattfindenden Live-Aid-Konzert. Simple Minds und ihr Produzent hatten es geschafft. Sie waren ganz oben!

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