Ricky Martin im Song des Tages 196

Die Geschichte des größten Hits von

Ricky Martin – Livin ‘la Vida Loca

11. Juli 1999

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https://www.youtube.com/watch?v=UxQ7PAerVdE

 

Noch gut ein Jahr zuvor kannte man Ricky Martin ausschließlich in Spanien und Portugal. Der Rest Europas war ganz überrascht, dass 1998 ein Sänger aus Puerto Rico den offiziellen WM-Song für eine Weltmeisterschaft in Frankreich singen durfte. 1999 wussten zumindest alle diejenigen, die sich für Fußball interessieren, dass dieser Mann der größte Entertainer Südamerikas war und in den Latin-Charts, die wie die meisten Charts vom Magazin Billboard ermittelt werden, ein Dauergast auf Platz 1 der Charts war.

1999 veröffentlichte er sein erstes Album in englischer Sprache. Auch bei “Livin ‘la Vida Loca” hatte dieser Song einen englischen Text, nur die Titelzeile war Spanisch und bedeutet „Lebe ein verrücktes Leben“. Der Song traf einfach einen Nerv, der neu, tanzbar, sexy und voller (Urlaubs-) Gefühle war. Nun hatte der sympathische und attraktive Typ, der auch einen spanischen Pass besitzt und seit einer kleinen Ewigkeit die meiste Zeit des Jahres in den Vereinigten Staaten verbringt.

Mit Ricky Martin war auch gleich eine neue Poprichtung geboren Latin-Pop, Weitere Künstler, die ebenfalls dieses Lebensgefühl verkörpern, standen bereits in den Startlöchern: Marc Anthony und Enrique Iglesias sowie wenig später auch Shakira begeisterten die Massen mit Song und Rhythmen voller Sonne und Begeisterung. Auch die 41. Grammy Verleihung wurde eine Veranstaltung, bei der Latin-Pop in den Mittelpunkt, schließlich war “Livin ‘la Vida Loca” bereits auf dem besten Weg eine der meistverkauften Songs aller Zeiten zu werden. Mit über 8 Millionen verkaufter Tonträger wurde es der bis dahin meistverkaufte Song aller Zeiten.

“Livin ‘la Vida Loca” wurde die Visitenkarte für Ricky Martin im Rest der Welt, die bis dahin diesen Traummann noch nicht wahrgenommen haben. Spätestens mit diesem Song lagen ihm die Frauen überall auf der Welt zu Füßen. Dabei gehören seine Neigungen eher dem anderen Geschlecht. Das allerdings interessierte kaum einen Fans des Sängers. Weltweit waren seine Konzerte ausverkauft und alle schwärmten, tanzten und sangen sich durch unvergessliche Nächte mit ihrem Idol. „Bei dem hat man so oder so keine Chance“, erklärte ein Fan in einem Magazin, „da spielt es dann doch keine Rolle, ob er nach dem Konzert mit einer Frau oder einem Mann ins Hotel geht.“

Sex sells: Das Video zu “Livin ‘la Vida Loca” wurde mit dem kroatischen Top Model Nina Moric in Los Angeles aufgezeichnt. Regie führe Wayne Isham, der Model und Sänger ins richtig Licht rückte. Dieses Video war nicht nur etwas für die vielen weiblichen Fan des südamerikanischen Sängers, sondern auch für jeden Mann. Das führte zu sechs Nominierungen bei den MTV Video Music Awards: Video des Jahres Bestes männliches Video, beste Choreographie in einem Video sowie in die Wahl der Zuschauer gehörten u.a. dazu.

Es gewann zwei Hauptpreise für das beste Popvideo und das beste Tanzvideo und wurde in den Kategorien “Viewers Choice” und “Internationales Publikum” zu drei weiteren Preisen gewählt. Es gewann auch den Ritmo Latino Music Award für das Musikvideo des Jahres.

“Livin ‘la Vida Loca” wurde Ricky Martins größter Hit. Es ist sein erster Nummer-Eins-Song in den US-Hot 100. Für fünf Wochen stand der Song an der Spitze und wurde auf CD ebenso gekauft wie als Download, was zu dieser Zeit noch nicht sonderlich etabliert war. Bei den kanadischen RPM Top Singles blieb der Song acht Wochen lang an der Spitze und drei Wochen lang auf der kanadischen Singlecharts. Auch in England, Griechenland, Ungarn, Irland, Neuseeland und Rumänien blickte Ricky Martin von er Spitze der Charts auf die Konkurrenz herunter. In Deutschland reichte es nur zu Platz 6. Doch auch hier war Ricky Martin in aller Munde und ganz bestimmt werden sich viele über das Wiederhören mit der vor 29 Jahren fast überall auf der Welt gefeierten Nummer 1. Am 11. Juli kletterte Ricky Martin auf Platz 1 der britischen Charts. Das war der Startschuss für seine Eroberung aller Charts in Europa.

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