Raimund Harmstorf in den Menschen des Tages, 03.05.2021

Fast 50 Jahre ist es her, dass Raimund Harmstorf durch seine Rolle als Wolf Larsen in dem Weihnachts-Vierteiler “Der Seewolf” bekannt und zum Star wurde. Er kam am 7. Oktober 1939 in Hamburg zur Welt und starb am 3. Mai 1998. Über die Umstände seines Todes wird bis heute spekuliert.

Erinnerungen an Raimund Harmstorf

Mit seiner Rolle in “Der Seewolf” und einer legendären Szene wurde er an den vier Adventssonntagen im Jahr 1971 zum Star. Es geht natürlich um die Szene nach einer Schlägerei, als der Hauptdarsteller mit bloßer Hand eine Kartoffel zerdrückte. Das war Gesprächsstoff auf allen Schulhöfen.

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https://youtu.be/cZJVTnqExos


Der Erfolg vom “Seewolf” war so groß, dass auch der internationale Film auf den Schauspieler aufmerksam wurde. So spielte er in “Nobody ist der Größte” den Gegenspieler von Terence Hill.

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https://youtu.be/V9bnJsJqLSI


Diesen Gegenspieler wollte auch Bud Spencer haben. In “Sie nannten ihn Mücke” duellierten sich die beiden Stars der 70er Jahre beim Armdrücken.

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https://youtu.be/KJWd0Dxu56U


1976 war Raimund Harmstorf erneut Held eines Weihnachts-Vierteilers. In “Michael Strogoff”, der auf dem Jules Verne-Roman “Der Kurier des Zaren” basiert, spielt er den russischen Rittmeister. Erfolgreich war auch die Titelmelodie der Mini-Serie, “Nadia’s Theme” von Vladimir Cosma.

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https://youtu.be/yDeP_ADBBls


In der von Gustl Bayerhammer inszenierten TV-Show “Wunderland” sang Raimund Harmstorf zusammen mit Hans Clarin “Asterix und Obelix”.

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https://www.youtube.com/watch?v=qsOKINXkwGE


Unvergessen bleibt Raimund Harmstorf auch in Bad Segeberg. 1976 und 1979 war er das Zugpferd bei den Karl-May-Festspielen. Es gibt sogar ein Video der 1979er Inszenierung von “Old Firehand”.

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https://youtu.be/8yj5q2ywa8w?t=1070


Der TV-Star liebte das klassische Theater, das Spiel vor Menschen. Auch für eine Verfilmung des “Götz von Berlichingen” stand er gern parat.

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https://youtu.be/awOPflsg-Rk


Anders als in seinen Rollen war Raimund Harmstorf im wahren Leben eher sensibel. Wikipedia widmet seinem Tod einen ausführlichen Abschnitt, den wir an dieser Stelle zitieren:

Die Polizei und der Enthüllungs-Reporter Günter Wallraff sehen einen Teil der Schuld an Harmstorfs Tod bei den Medien, allen voran der Bild-Zeitung. Am 2. Mai 1998 berichtete diese unter der Schlagzeile „Seewolf Raimund Harmstorf in der Psychiatrie“ über die Krankheit des Schauspielers und dass er mit aufgeschnittenen Pulsadern von der Polizei aufgefunden worden sei. Daraufhin sei er in die Psychiatrie gebracht worden. Seine Lebensgefährtin (Staeb) berichtete, dass Harmstorf zunächst zur Meldung der Bild-Zeitung gesagt habe: „Das muss ein schlechter Scherz sein“ und dann: „Das ist mein Todesurteil.“ Nach dem Bericht wurde das Haus von Harmstorf von Reportern belagert. Ein Vertrauter der Familie sagte dazu: „Der Besuch der Journalisten war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.“ In der darauffolgenden Nacht starb er durch Suizid auf seinem Bauernhof in Selbensberg.

Der Bericht der Bild-Zeitung war insofern nicht korrekt, da Harmstorf – offenbar ausgelöst durch Medikamente gegen Parkinson – an Wahnvorstellungen und Angstzuständen litt und mit Tabletten einen Suizidversuch unternommen hatte (die Staatsanwaltschaft bestätigte das). Daraufhin hatte er sich selbst in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Die Berichterstattung der Bild-Zeitung und daraufhin erscheinende Reporter lösten in Harmstorf etwas aus, das ihm den Lebensmut nahm, woraufhin er sich das Leben nahm. Die Polizei bestätigt das: „Es liegen Erkenntnisse dahingehend vor, dass ein Mitauslöser für den Suizid in der Medienberichterstattung des vergangenen Samstags zu sehen ist.“ Günter Wallraff ging noch einen Schritt weiter und sagte: „Den Schauspieler Raimund Harmstorf hat BILD auf dem Gewissen.“

Harmstorfs Grab befindet sich auf dem Friedhof in Bad Oldesloe, dem Herkunftsort seines Vaters, in dem er auch selbst mehrere Abschnitte seines Lebens verbrachte und eine Straße nach ihm benannt wurde.

Titelfoto: Udo Grimberg / wikimedia

Geburtstage:

1903 Bing“ Crosby Tacoma, Washington, USA † 14. Oktober 1977 in Madrid, Spanien; der Schauspieler, Entertainer und Sänger Harry Lillis „Bing“ Crosby gilt als einer der erfolgreichsten Sänger des 20. Jahrhunderts und verkaufte bis heute ca. eine Milliarde Tonträger.

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https://www.youtube.com/watch?v=MvjvrtS7PZA

1917 Betty Comden Brooklyn, New York City, New York; USA † 23. November 2006 in New York City, New York, USA; Elizabeth „Betty“ Comden war eine US-amerikanische Songschreiberin, Drehbuchautorin und Schauspielerin. In ihrer mehr als 60 Jahre andauernden Zusammenarbeit mit Adolph Green schrieb sie Texte für Broadway-Musicals wie “On the Town” sowie Drehbücher für Musical-Filme wie “Singin’ in the Rain”.

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https://www.youtube.com/watch?v=D1ZYhVpdXbQ

1919 Pete Seeger New York, USA † 27. Januar 2014 in New York, USA; Peter („Pete“) Seeger war einer der erfolgreichsten Folk-Musiker und Singer-Songwriter seiner Zeit. Als politischer Aktivist und Umweltschützer, der mit seinen Liedern die Friedensbewegung, die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterbewegung, die Bürgerrechtsbewegung und weitere soziale Bewegungen – zunächst in den USA – selbst unterstützte und mit inspirierte.

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https://www.youtube.com/watch?v=M_Ld8JGv56E

1921 Joe Ames Malden, Massachusetts; USA † 22. Dezember 2007 in Eltville am Rhein; der Sänger bildete mit seinen Brüdern Ed, Vic und James die Ames Brothers.

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https://www.youtube.com/watch?v=DCWsY7wi_gU

1928 Dave Dudley Spencer, Wisconsin, USA † 22. Dezember 2003 in Danbury, Wisconsin, USA; Darwin David Pedruska zählte in den 60er und 70er Jahren zu den populären Stars der Country Music.

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https://www.youtube.com/watch?v=NSHsGwKkFG0

1933 James Brown Barnwell, South Carolina † 25. Dezember 2006 in Atlanta, Georgia, USA; James Joseph Brown, Jr. zählt zu den bedeutensten Musikern des Soul.

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https://www.youtube.com/watch?v=8xjdmCTKeos

1934 Georges Moustaki Alexandria, Ägypten † 23. Mai 2013 in Nizza, Frankreich; Giuseppe Mustacchi war ein französischer Sänger, Komponist und Lyriker.

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https://www.youtube.com/watch?v=MV8fGf-N06A

1934 Frankie Valli Newark, New Jersey Francis Stephen Castelluccio startete seine Karriere als Lead-Sänger der Four Seasons. Auch als Solist gehört er zu den erfolgreichsten US-Sängern des vergangenen Jahrhunderts.

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https://www.youtube.com/watch?v=40bTOCv3_ak

1944 Pete Staples Andover, Hampshire, England. Der Bass-Gitarrist gehörte zu den Gründern der Band The Troggs.

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https://www.youtube.com/watch?v=Hce74cEAAaE

1948 John Richardson South Ockendon, Essex, England Der Schlagzeuger gehört zu den Gründungsmitgliedern der Rubettes.

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https://www.youtube.com/watch?v=yQNSXFdyLSQ

1950 Mary Hopkin Pontardawe, Glamorgan, Wales Die Sängerin war die erste, die von den Beatles für ihr Apple-Label entdeckt wurde. Ihr erster eigener Song wurde ein Welthit: Those Were The Days.

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https://www.youtube.com/watch?v=y3KEhWTnWvE

1951 Christopher Cross San Antonio, Texas, USA Der Singer-Songwriter Christopher Charles Geppert wurde bis heute mit fünf Grammys ausgezeichnet.

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https://www.youtube.com/watch?v=VzgQoGvSKA4

1953 Jake Hooker Haifa, Israel † 4. August 2004 in Malibu, Kalifornien, USA; Jerry Mamberg war der Sänger der Glam-Rock Band The Arrows. Er sang das Original von „I Love Rock’n’Roll“

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https://www.youtube.com/watch?v=UETTaHaAnaQ

1953 Bruce Hall Champaign, Illinois Der Bassisst wurde bekannt als Mitglied der Band REO Speedwagon.
1959 David Ball Blackpool, England Der Musiker war eine Hälfte des Duos Soft Cell.

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https://www.youtube.com/watch?v=XZVpR3Pk-r8

1966 Torsten Decher Frankfurt am Main Der Live- und Studiomusiker gehört zu den gefragten Drummern Deutschland weit.
1972 Mark „The Mack“ Morrison Hannover Der britische Musiker landete seinen größten Hit mit „Return of the Mack“.

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https://www.youtube.com/watch?v=uB1D9wWxd2w

1973 Rea“ Garvey Tralee, County Kerry, Irland Raymond Michael „Rea“ Garvey war Frontmann der Band Reamonn. Er gehört zu den aktuell beliebtesten Sängern in Deutschland.

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https://www.youtube.com/watch?v=chL-nVD1G8w

1981 Farrah Destiny Franklin Fresno, Kalifornien, USA Die R&B-Sängerin, Schauspielerin und Model zählte zu den Gründerinnen von Destiny’s Child.

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https://www.youtube.com/watch?v=IyYnnUcgeMc

1989 Selah Sue Löwen, Flandern, Belgien Sanne Greet A. Putseys ist eine belgische Singer-Songwriterin.

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https://youtu.be/mJtM7SRo6l8

Unvergessen

Am 3. Mai 2017 starb Daliah Lavi im Alter von 74 Jahren. Eine Todesursache wurde nicht bekannt. Ihr deutscher Manager Wolfgang Kaminski sprach von einer generellen Schwäche.

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https://youtu.be/WvgyQmBxko0


Mit Dalida ist noch eine weitere unvergessene Sängerin an einem 3. Mai verstorben. Sie wurde 1987 in ihrem Haus auf dem Montmartre in Paris tot aufgefunden: „Das Leben ist mir unerträglich – vergebt mir.“ Die Todesursache war eine Überdosis an Schlaftabletten.

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https://www.youtube.com/watch?v=lncX9v0HMak

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