Berlin im Song des Tages 254

“Top Gun” war einer der Filme 1986. Die Geschichte der fehlenden Liebesszene ist die Geschichte von

Berlin mit “Take My Breath Away”

13. September 1986

 

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https://www.youtube.com/watch?v=Bx51eegLTY8

 

Heute vor 32 Jahren steht die Gruppe Berlin auf Platz 1 der US-Charts mit „Take My Breath Away“. Der Song ist Teil des Soundtracks von „Top Gun“, der zu den meistverkauften Soundtracks der Filmgeschichte zählt. Der Film mit Tom Cruise und Kelly McGillis in den Hauptrollen wurde zu einem Kultfilm der 80er Jahre.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=W-s_oZ7zF2M

 

Dabei war weder der Song noch die Szene Teil des ursprünglichen Films. Bei einer ersten Ansicht der ursprünglichen Version verlangte das Test-Publikum eine Liebesszene und Produzent und Regisseur beschlossen, dem Wunsch Folge zu leisten. Als die beiden Hauptdarsteller zum Dreh für die fehlende Szene bestellt wurden, mussten die Filmmacher feststellen, dass Kelly McGillis eine andere Haarfarbe für ihren aktuellen Dreh besaß. So ließ man sich eine Notlösung einfallen und zeigte das Paar als Silhouette, was dieser Szene noch einen ganz besonderen Reiz gab.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=r5h5JrzJMtQ

 

Parallel wurden Giorgio Moroder und Tom Whitlock, die bereits für Kenny Loggins den Song „Danger Zone“ für den Film produzierten hatten, beauftragt einen Song für eine Liebesszene zu schreiben. Der Texter Tom Whitlock erinnert sich an die Aufgabe und seine Idee: „Ich hatte einen Satz im Kopf, der voller Ehrfurcht die Liebe zueinander zeigen sollte. Das war ‘Take My Breath Away’, eine Zeile die zeigen sollte, dass der Atem stockte.“

Auch Terri Nunn, die Sängerin der Band Berlin kann sich in einem Interview mit dem Sunday Express Magazin auch noch ganz genau an den Tag erinnern, als sie das Angebot erhielten diesen Song aufzunehmen; „Wir wurde von Giorgio Moroder angesprochen. Der war zu dieser Zeit die Nummer 1 in Sachen Filmmusik. Er war der Produzent von Donna Summer, aber auch David Bowie und Blondie suchten die Zusammenarbeit mit dem Mann aus Europa. Er war für den Soundtrack des Films ‘Top Gun’ zuständig und sprach uns einfach an.“

Das Gespräch dauerte nicht lange, denn der erfolgreiche Produzent wusste genau, was er zu bieten hatte und sagte nur: „Ich habe diese großartige Ballade, die der Hit dieses Sommers werden wird, es wird riesig und ihr sollt diesen Song für den Soundtrack aufnehmen.“ Die Gruppe Berlin gab es bereits seit 13 Jahren. Sie waren zu dieser Zeit dabei, ihr 3. Album aufzunehmen. Natürlich zögerte die Band keine Sekunde und ging auf das Angebot ein.

Dabei konnte John Crawford, der Songwriter der Band diesen Song überhaupt nicht ausstehen. Er war auch der Meinung, dass so eine kitschige Ballade nicht zum Image der Band passen würde und sie besser darauf verzichten sollten, diesen kommerziellen Weg einzuschlagen. Als die Band ins Grübeln geriet, bestand die Plattenfirma der Band darauf, diesen Song aufzunehmen: „Eine solche Chance darf man sich nicht entgehen lassen und es würde schließlich auch nicht weh tun!“

Anders als erwartet wurde der Song nach der Veröffentlichung von keinem Radiosender gespielt. Aber die Promoter der Plattenfirma waren im Dauereinsatz und bearbeiteten die Musikredakteure in ganz Amerika. Nach einem Monat startete „Take My Breath Away“ dann endlich durch, als wenn einer den Startschuss gegeben hätte, war der Song plötzlich bei jedem Sender in der Rotation und es entwickelte sich ein regelrechter Run auf die Single der Band Berlin.

So wurde „Take My Breath Away“ nicht wie von Giorgio Moroder versprochen der Hit des Sommers, dafür des Spätsommers und des Herbstes. Der Song gehörte zu den großen Hits des Jahres 1986 und wurde für den „Song des Jahres“ mit einem Grammy ausgezeichnet.

Zurückblickend sagte Giorgio Moroder zu diesem Song: „’Take My Breath Away’ mussten wir mit der heißen Nadel stricken. Wir waren in Zeitnot und benötigten auch nur Terri Nunn, um den Song einzusingen. Alle Instrumentalparts hatte ich bereits eingespielt. Es gab viele kleine Fehler in der Produktion, aber der Erfolg beweist, dass wir das Wesentliche richtig gemacht haben.“

 

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